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Leben 51% · Natur 16% · Essen & Trinken 8% · Politik 6% · Schreiben 5% · Kunst 3%
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Dieser Blog veröffentlicht Dienstags, Donnerstags und am Wochenende. Das ist ein Rhythmus, der so regelmäßig unregelmäßig ist, dass ich sich nie jemand außer mir wird merken wollen. Für mich hat das den Vorteil: Ein unveröffentlichter Post nach Plan fällt noch weniger auf als ein veröffentlichter Post. Sollte ich es auslassen oder verschieben, würde es bei allen drei Leser*innen unbemerkt durchrutschen. Aber wie ein kleiner deutscher Geist einst im Fernsehen sagte: „Die Regels sind die Regels“.…
Madame lebt und testet derzeit in drei Chören. Der Vorteil des Nachbarschaftschors: Fenster und Grundstück sind auf den nicht mehr existierenden Wilmersdorfer See ausgerichtet, aus dem Proberaum kann frau denken, an einem Seegrundstück zu sein. Außerdem lief ein Fuchs in die Probe hinein und war danach längere Zeit im Garten. * Im Volkspark sah Madame zwei große und einen Babyfuchs. * In der Zeitung lese ich von Eichenprozessionsspinnern, die die Schließung von Sportplätzen und Strandbädern…
Der Parkplatzjasmin blüht. Duftwolken ziehen bis an diesen Schreibtisch. * In der Bahn eine junge Frau, die erst ausgiebig Dehnübungen im Sitz machte und sich danach so schief in diesen hineinfläzte, dass ich allein beim Zusehen Rückenschmerzen bekam. * MMB sprach über eine gemeinsame Bekannte als „die, die immer aggressiv-pastell bekleidet ist“. Das ist eine Aussage mit innerem Widerspruch, und dennoch wusste ich sofort, wer gemeint ist, und musste zustimmen. * Madame chorierte…
Madame möchte erwähnt haben, wie großartig der Vorgarten dieses Jahr aussieht. * Eine Elster verschwand im Totholzstapel, dort wo letzte Woche die Ente verschwunden war. * Auf dem Feldweg: Ein Fahrrad mit Ballondekoration kam uns entgegen. Auf den Straßen um das Grundstück herum: Eine Oldtimerrallye. Selten sah ich so viele Porsches (911, 924, 928) auf einmal, schon lange nicht mehr so viele klassische Volvos und schon gar nicht sechsziger-Jahre Cadillas. * Auf dem leeren Acker erspähten wir…
In der U-üc eine junge Frau mit zwei großen Liebeskind-Papiertüten, in denen etwas zehn neue Handtaschen waren, die sie aufmerksam betrachtete. Für Privatverbrauch zu viele, für kommerziellen Einkauf zu wenige. Was auch immer die wahre Geschichte hinter dem Transport war, sie war sicher spannend. * Vor mir auf der Südkreuz-Treppe – die Rolltreppe funktioniert natürlich immer noch nicht – ein junger Mann, sein Rucksack so behängt mit Hyrox– und Athelete-, Aufnähern, Aufklebern und Anhängern als…
Soargwlbruxh (Keine Ahnung, aber steht in den Notizen) * Über das Internet trafen die letzten Heimfahrmeldungen der Besuchsgruppe Tauferinnerung ein. Der letzte Endgegner war das defekte Signal bei Lüneburg. * Madame pflanzte Zitronenthymian und eine Johannisbeere und säte kalifornischen Mohn. * Der Kaptain fand Word wieder auf dem Rechner. * Es waren drei Tage des Mikrourlaubs in den märkischen Hamptons mit Bussard ohne Oper. Grün zu bunt Der Bussard schrie, das Gras wogte, der Bauer sprühte…
Abendessen zum srieh srieh der Mauersegler. * Tage mit knapp 30 Grad verschaffen mir einen Stand über das aktuelle Tattoo-Geschehen. Besonders schick: die schulterblattgroße Gottesanbeterin. Auch ohne 30 Grad habe ich noch nie eine komplett tätowierte Hand-Innen-Fläche gesehen. Jetzt schon. Dabei fiel mir im Hallenbad auf, dass dies – im Gegensatz zum Freibad – normalerweise eine tattooarme Zone ist. Hat das schon jemand erforscht? Warum gehen Menschen, die Tätowierungen mögen, nicht ins…
Aufwachen zum Srieh srieh der Mauersegler. * Das Leipziger Wave Gothic Treffen (WGT) zieht seine Spuren durch die Hallen des Bahnhofs Südkreuz. Welch faszinierender Clash of Cultures: Die modernistische Konzernsachlichkeit der Bahnhofshalle gegen Düstere-Romantik-Rüschen-Schleier-Spitzen-Outfits der WGT-Teilnehmer*innen. Ganz anders, und doch irgendwie gleich: Der Clash of Cultures zwischen den schreiend farbigen Fußballoutfits der Pokalfinalfans und dem aufgehübschten Hutzeltum des…
Mir träumte, eine Kollegin versucht mich vehement zu überreden, dass ich ein perfekter Sportschuhverkäufer im Geschäft ihrer Freundin in Hamburg wäre. Später scheiterte ich daran, in England ein Erbsen-Eis zu kaufen. Immerhin hatte ich beim verlassen der Eisdiele nagelneue gelb glänzende Adidas-Sneaker an, deren Herkunft mit komplett unbekannt war. * Schlumpfeis heißt jetzt „Blaue Spirulina„, zumindest am Eisstand an der S-Bahn-Station Greifswalder Straße. Zuletzt hatte ich Spirulina vor 20…
Eine Taube flog über das Feld, verwandelte sich in einen Turmfalken und begann zu rütteln. * Auf der Suche nach einem Altkleidercontainer fuhr Madame mit dem Fahrrad einen Sack alter Wäsche zum Ku’damm und zurück. *In der S-Bahn eine junge Frau mit stark zerrissener Jeans, Sonnenbrille, Piercings und einem Polizei-Hoodie, der samt seinen Wappen überraschend offiziell aussah. Entweder die bestgetarnte oder die schlechtestgetarnte Zivilpolizistin meines Lebens.*Im Garten las ich alte Blogposts,…
„13:44: Robbe schaut zu“ – Highlights des Walkadaver-Timmy-Livetrackers. * Ex-Neptun-Spielhalle ist jetzt Lonlon Coworking / Eventspace. * Familientraditionen, so wichtig. Madame hielt diese aufrecht, indem sie wie fast jedes Jahr am Himmelfahrts-Wochenende einen Großteil der Steuerklärung erledigte. * Familientraditionen so wichtig. Der Kaptain schickte Fotos von der Rendsburger Schwebefähre, und wie immer wenn unsere Familie dieses Verkehrsmittel besucht, fuhr es nicht. * Es war ein…
Erdbeerkauf im Donnerhall. Seit letzter Woche hat die Gemüslichkeit ihre Lieferungen wieder aufgenommen. Sie sind wie die Natur draußen: Grün. Viel Salat, selbst der Fenchel besteht zu größeren Teilen aus Fenchelgrün. Wir testen noch ob Bak Choi und Tatsoi wirklich zwei verschiedenen Pflanzen sind, wie von den Gemüslichern behauptet. * Bei drei Grad Außentemperatur ein einsamer Turnschuh (grau, Erwachsenengröße) im S-Bahn-Gleisbett. * Die Morgende verbringe ich niesend. Es fühlt sich nach…
Sind Phantomrosendornenstiche möglich? Ich bin mir sicher, alle Rosenteile aus der Hand gezogen zu haben, dennoch reagiert der linke Zeigefinger als steckte dort ein Dorn. * Warum Michael-Jackson-Biopic und nicht Moondog-Biopic? * The Fahrradbestellung has left the Fahrradmeister. Nachdem wir beide noch mehrfach darüber schliefen, haben wir uns final geeinigt. Er wird mich informieren, wann das Rad kommen wird. Madame nutzte derweil ihr vorhandenes Fahrrad um den Maschinen-Woll-Teppich-Mini von…
Auf der Kreuzung: Sushi. Lachs und Reis hielten noch zusammen, wirkten aber verloren auf der schwarzen Fahrbahn. * Für mehr Zylinder mit Totenkopfmotiven in der Bahn. Für mehr Transport von duftendem Obst. In der Ringbahn: Ein Radfahrer mit leicht blutendem Finger stieg ein, sofort sprang eine Reisende mit Rollkoffer auf und bot ihm ein kleines Pflaster aus ihrem Vorrat. * Madame übersetzte einen Liszt-Sonaten-Artikel für Wikipedia. * Die neuen Saisonkräfte für die Freibadsaison arbeiten sich…
Madame las Fernuni im Volkspark. Später filmte sie den Fuchs. * Auf der Kreuzung eine Nachtvermessung. Ein oranger Mann mit Messgerät, ein oranger Mann mit Stab, der vom Messgerät anvisiert wurde. Der Stab erhellte die Kreuzung im funky Leuchtdesign. * Die erste Rolltreppe am Südkreuz ist repariert. Leider an einer Stelle, die mir nichts nutzt. Aber wenn die Deutsche Bahn in dem Tempo weitermacht, ist sie schon Anfang 2028 mit allen defekten Rolltreppen durch. Immerhin ist der Dönerstand jetzt…
Auf der Kölner Domplatte: Drei jung jungerwachsene Betreuer einer Pfadi-Gruppe stürmten so enthuasiastisch wie es nur beseelte Jungerwachsene können aus dem Bahnhof in die Stadt Köln. Ihnen folgte eine Gruppe Kinder, die so eindrucksvoll schlurften wie nur vom Leben und von enthusiastischen Erwachsenen gebeutelte Kinder schlurfen können. 30 Meter weiter: die Polizei erläuterte einem Krishna-Trommler, dass er zwar Krishna-trommeln darf, aber nicht oben auf einer geschlossenen Containermulde. *…
Ich stieg aus der U-Bahn-Station, konnte keinen Straßennamen erkennen. Also öffnete ich Organic Maps. Dann lud ich die Köln-Karte herunter. Dann versuchte ich mich zu orientieren, wo ich bin. Dann versuchte ich mich zu orientieren, wo das Hotel ist. Dann schaute ich in die von mir bestimmte Richtung. Dann sah ich 20 Meter direkt vor mir ein großes Schild „HOTEL“. Okay. * Freude zum 1. Mai: Nicht nur Bollerwagentrupps und Damengruppen mit kleinen Fläschchen in der Hand waren unterwegs, sondern…
Eine Krähe knackte die Herausforderung des hängenden Meisenknödels. Sie wickelte das Band mehrfach um einen Ast. Jetzt liegt der Knödel halb auf dem Holz. Sie kann den Knödel, auf dem Ast sitzend, verzehren. * Das Piano in der Südkreuz-Eingangshalle scheint Klavierfestival-inspiriert. Das Klavier spielte hörbar ein anspruchsvolles Programm. Auch wenn es die Pianierperson ebenso hörbar an ihre Grenzen brachte. Derweil leistete ich IT-Support auf der großen Treppe im Südkreuz. Fast wunderte mich,…
Aufwachen mit Sonne im Schlafzimmer; es ist auch in dieser Wohnung möglich. Am Bahnsteig eine sanft wippende Frau mit Überohr-Kopfhörern, die sich mit geschlossenen Augen der Sonne entgegenstreckte. Wo auch immer sie innerlich war, ich wäre auch gern an diesem Ort gewesen. * Madame war beim Konzert einer abhebenden Rhythmusgöttin in Tüllwolke. Da das Berliner Klavierfestival gerade Konzerte in einer Frequenz in unser Leben wirft, hinter der ich nicht hinterherbloggen kann, verweise ich auf…
Madame sah den Parkplatz-Fuchs wieder. Sie sah den Nachbarschaftsfuchs, den wir in der eisigen Eiseszeit im Januar verloren glaubten. Sie lief abends die Treppe zum Parkplatz hinab, der Fuchs verschwand vor ihr ins Gebüsch. Ich jubiliere. ** Eine U-Bahn-Mitfahrerin in Höhe Blissestraße informierte empathisch ihr Mobiltelefon: „Lukas, darüber werde ich jetzt nicht diskutieren! Es ist mir Scheißegal!“ ** Im BPAF waren Rolltreppen-Handwerker*innen unterwegs. Vermutlich. Zumindest war die…
Das Schicksal spülte Freebie-Zahnputztabletten mit Erdbeergeschmack in Madames Wege. Sie reichte sie wenig begeistert an mich weiter. Ich hoffte auf das Aroma „Erdbeerjoghurt – sehr süß“, bekam aber „Pappe, in Erdbeerjoghurt gelagert.“ ** Die Baustelle, von der ich bisher dachte, dass dort die neue Zentrale der Berliner Stadtreinigung BSR entsteht, errichtet laut Baustellenankündigungschild den „S!NN Campus“. S!NN Campus. Wie Sinn ergeben. ** Der Kriegsminister des Fifa-Friedenspreisträgers…
Madame erklärte den Unterschied zwischen einem Algorithmus und KI. * Ich war das erste Mal seit Januar 2025 unprovoziert auf einer US-News-Website. So tief sitzt der Stachel. * An der most plastic Plastic Plaza Berlin, dem Uber-Platz zwischen der Uber Arena und der Uber Eats Music Hall, wollten wir Essen. Wer zuerst kommt, sucht aus. Madame wählte den Kumpir Club, oder wie mir ihre Rechtschreibprüfung mitteilte: Sitze bei lumpig. * Bestandsaufnahme nach dem Regen: Die Ahornblüten am Parkplatz…
Rückwärts einparken für Kreative: Einfach aussteigen und das Auto mit der Hand am Lenkrad schieben. * Am Pavillon von Currywurst Ruhige Tag blinkt und leuchtet eine Eisdiele. War die schon immer da und ich habe sie jahreszeitbedingt nur nie gesehen? Oder ist sie jahreszeitbedingt erst jetzt aufgetaucht? * Noch viel mehr blinkte und glitzerte ein mir bisher unbekanntes Schaufenster: Wirbelwind Sportbekleidung spezialisiert sich auf Rhythmische Sportgymnastik, Eiskunstlauf, Turnen. Ein…
„Ein endlos laufendes Programm ist von einem sehr, sehr lange laufendem Programm erst dann zu unterscheiden, wenn das sehr, sehr lange laufende Programm zum Ende gekommen ist.“ Ich beginne mich wieder mit der Fernuni zu beschäftigen. ** Madame informierte mich, dass zehn Kilo Orangen in der Packstation liegen. Wir absolvierten gemeinsam eine Mini-Fortbildung zum Thema […]
Ein Mülleimeraufkleber informierte mich, auf welchem Telegram-Kanal ich ein Drogentaxi bestellen kann. MMB lobte mich, weil ich die menschlich-soziale Kommunikation zwischen Dealer*innen und Konsument*innen förderte, indem ich den Aufkleber in den selbigen Mülleimer hinein beförderte. ** Autobahnfahrtsfrage: Warum drehen sich Windräder im Uhrzeigersinn und nicht dagegen? ** Ich sah das erste Taxi, das groß und […]
Lachgas ist aus. Verboten. Gut, dass wir noch einen 10-Jahres-Vorrat zur Herstellung von Schlagsahne gebunkert haben. ** Versprochen lachgasfrei: Wilde Nächte mit wilden Träumen; für meinen Geschmack zu arbeitsthematisch. Abwechslungsreicher wurde es, als mir träumte, wir würden durch den nebligen Schwarzwald wandern und dabei die dort heimischen Baby-Elefanten sehen. ** Im Bus, zwei junge Frauen […]
Die Verdachtskirsche vor dem Fenster ziert sich weiterhin mit dem Aufblühen. Vermutlich ist es eine Zierkirsche. ** Wenn der Fachbegriff für eine Rolltreppe eigentlich Fahrtreppe ist, ist dann ein Rollstuhl auch eigentlich ein Fahrstuhl? ** Kommen se herein! Hier geht es ab! Hier geht die Luzi! ABENTEUER! Jede dritte Runde ist eine Freiles, für alle, […]
Der Zeitungsbeilagenkatalog preist einen 6-Meter-Fahnenmast mit Deutschlandfahne für 29,99€ an. Ich dachte, dieses Land wäre nicht so billig. ** Unerwartete Nachricht beim Einchecken ins Berliner Hotel: „Ab dem 4. Stock funktioniert das Fernsehen nicht mehr.“ ** Der Kaptian buk einen Schweinebauch. Der Spargelhof kochte Spargel. Die Oster-Doppelhelix-Verbringung (erst wir in Dithmarschen, jetzt der Kaptain in […]
Auf der Autobahn: Riesen-Pick-Ups mit Riesen-Wohnwagen. Ich versuche mir kurz eine Version meiner selbst vorzustellen, die in ihrer Jugend so abbog, dass sie heute.. NEIN! ** Madame erzählte, warum sie Hosentaschen junger Männer mustert und warum ihre Prüflinge gerne mit Schlumpfhosen und Moon Boots zur Prüfung erscheinen. ** Der Kaptain buk Mandelkuchen. ** Die Küstenseeschwalben […]
Sind wir sauberer seitdem wir in einem Schwimmbad wohnen? Maybe. Ist das Auto sauberer, seitdem wir neben einer Waschstraße wohnen? Auf jeden Fall. ** Ein Mann ohne Unterschenkel aber dafür mit zwei Krücken kam uns auf einem Skateboard entgegengerollert. ** Ein Mann in weißem Ganzkörperschutzanzug mit Kapuze und Maske schob einen Einkaufswagen mit Pfandflaschen durch […]