Finest Day

https://finest.day/tag/de von @sherold@mastodon.online

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Leben 56% · Schreiben 15% · Kultur 11% · Tech 6% · Geschichte 5% · Film & TV 4% · 2 weitere 3%

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  1. Eine unbeabsichtigte Hommage an “Der bleiche König”

    Das Buch, das ich eigentlich lesen wollte, liegt noch immer auf dem Tisch. Das Buch, das ich eigentlich nicht vorhatte, zu lesen, habe ich dafür fast schon zu Ende gelesen. Betrachtet man das mit anderen Augen, funktioniert diese Antithese zur Produktivität allerdings auch wunderbar als Werkzeug. Ich habe noch nie so viele Bücher gelesen, die ich eigentlich nicht lesen wollte, seit ich damals mit “Der bleiche König” von David Foster Wallace angefangen habe. Das ist jetzt 11 Jahre her.

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  2. Womit fangen wir morgen an?

    Montag, 24.08.2026 Montag. Es zieht sich. Aber wir müssen das nicht tun, richtig? Also fangen wir ganz niederschwellig an. Vermehrt Schönes sehen, aber als Tagesziel. Ganz allgemein bin ich ja für mehr Flamboyanz im Alltag. Aber was weiß schon ich? Heute nicht allzu viel vorgenommen, nur das Nötigste: 1) Dinge beginnen, 2) Dinge beenden, so die Schiene. Und dazwischen systemlastfressende Hintergrundprozesse im Hirn abschießen. Manchmal ist das auch schon alles und einfach schon genug. Das…

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  3. Kipppunkte

    Bild: ThomasDalbyArt Ein erstes Ärgernis war, den Kipppunkt mal wieder verpasst zu haben, an dem die Temperaturen draußen die Temperaturen drinnen überstiegen haben. Die Fenster der Wohnung über Nacht auf Kipp gehabt, da war’s noch halbwegs erträglich, und vormittags vergessen, sie wieder zu schließen, da war die gottlose Hochsommerhitze längst nach drinnen und in alle Fugen gekrochen gekommen, aus denen sie sich bis weit nach Sonnenuntergang nicht mehr vertreiben lassen würde. Trieb ganz…

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  4. Bücher einfach krasseste Technologie

    Ab dem Augenblick, als ich begriff, dass Bücher im Grunde eine Technologie sind, mit deren Hilfe Menschen ihre Ideen in die Zukunft schicken können, war die Sache für mich klar und ich war verliebt. Bücher sind Zeitreisemaschinen. Per E-Mail antworten

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  5. Das Wort „Beziehung“ als Bezeichnung für das Zusammenleben...

    Das Wort „Beziehung“ als Bezeichnung für das Zusammenleben mit jemandem fand ich schon immer merkwürdig. Man bezieht sich auf den anderen, natürlich. Aber oftmals steckt darin auch eine Bewegungsrichtung: ziehen. Ist das, was man unter einer Beziehung versteht, denn nicht im besten Fall ein Sich-so-sein-lassen? Per E-Mail antworten

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  6. Die Unterhosentage sind vorbei.

    Die Schatten, die die Kieselsteine am Morgen werfen, werden länger. Sie sind langgezogener, als vor ein paar Tagen um dieselbe Uhrzeit. Auf den Straßen sieht man nun mehr langbehoste und daunenbejackte Körper, deren eingeschriebene Pigmenterinnerungen an vergangene Sonnenstunden schon verhüllt wurden; atemberaubend, wie schnell und kompromisslos manche Menschen diesen Kleidungswechsel jedes Jahr vollführen. Nicht mehr lange und mutlos gewordene Blätter werden zu Boden tänzeln und es wird bei…

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  7. “„Das glaubt man nicht, wenn man jung ist:...

    „Das glaubt man nicht, wenn man jung ist: Dass Dichtung einfach nur Notwehr sein kann. Eine Weise, sich selbst und das Leben zu überstehen.“ — Eva Strittmatter Per E-Mail antworten

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  8. So tief in einer Sache verschwinden, ganz weltvergessen...

    So tief in einer Sache verschwinden, ganz weltvergessen nicht bemerken, wie all die Minuten sich zu Stunden dehnen, und erst dann wieder zum Vorschein kommen, wenn sich der Magen schon vor Hunger verkrampft. Das ist einerseits wunderbar, weil tolle Dinge dabei entstehen können. Andererseits ist das auf Dauer eine ziemlich ungesunde Form der Selbstlosigkeit. Menschen mit dieser Disposition sind manchmal an ihren ausgemergelten Gesichtern zu erkennen. Weltvergessen ist auch eines dieser Wörter,…

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  9. Weltweitwerden

    Wunschlosigkeit macht still, und die Welt wird von selbst recht. Für mich ist Weltweitwerden der Gegenentwurf zur Weltabgewandtheit. An den genauen Moment, als mir das Wort zugelaufen kam, kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es sah so struppig und verprügelt aus, dass ich zunächst nicht erkannte, was da vor mir stand. Es war in einem wirklich erbärmlichen Zustand. Weltweit werden jeden Tag 33.000 Mädchen zwangsverheiratet.Weltweit werden jedes Jahr 83.000 Frauen aufgrund ihres Geschlechts…

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  10. Manchmal darf man auch einfach nur mal anerkennen,...

    Manchmal darf man auch einfach nur mal anerkennen, wie weit man schon gekommen ist und was man eigentlich alles bereits geschafft hat. 👉🏻 Wir nennen es Arbeit. Per E-Mail antworten

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  11. Guten Morgen, halbwegs strukturierte Vielzeller...

    Guten Morgen, halbwegs strukturierte Vielzeller.Lasst euch vom Tag anlachen. 🌻 Per E-Mail antworten

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  12. Wir nennen es Arbeit.

    Camille Pissarro, Landschaft, Île-de-France, 1873. Donnerstag, 13.08.2026 Der Tag beginnt, wie Tage eben manchmal beginnen, mit unkämmbaren Gedanken, Kaffee und einem Absturzbericht. Die Absicht unseres Systems an diesem Morgen war vermutlich wohlwollend gemeint: “Möchten Sie Ihren Absturzbericht jetzt senden?”Junge, ich hab’ noch nicht mal angefangen mit dem Tag. Wir drücken die Meldung weg. Wir ziehen den Stecker. Wir machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Current mood: maximalunverortet.…

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  13. Wir tun, was wir können.

    Heute den ganzen Tag nur drinnen gewesen, während draußen die späte Hochsommersonne das letzte übrig gebliebene Grün verbrannt hat. Denke an das Wort Ocker, ohne das man “Lockermachen für die Hölle” nicht schreiben kann. Das Praktische an diesen Temperaturen ist ja, dass man einfach nur kurz rausgehen muss, damit sich die bumsheiße Wohnung wieder angenehm kühl anfühlt. Spart Strom für die Klimaanlage. @Miss Moonlight: Genau. Und ich kann ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag drinnen…

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  14. Hier sprudelt was...

    Hier sprudelt was. Hab’ angefangen, meine Unterlagen zu sortieren. Erst lief es gut. Aber jetzt möchte etwas erzählt werden. Es drängt. Schreiben also, mal wieder. Welchen Weg soll ich jetzt nehmen? Ich denke, im Zweifel für die Kunst. Immer. Per E-Mail antworten

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  15. Alles für den Content

    Was früher Inhalte waren, ist heute Content. Was früher Engagement war, das französische, ist heute Engagement, das englische. Der Künstler wurde zum Creator. Hit Like & Subscribe down below. Because you, my formerly silent friend, don’t exist, until you’re in my follower list. Wie hätten wir’s denn gern? Per E-Mail antworten

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  16. Bei einer wichtigen, aber mühsamen Arbeit das Wort...

    Bei einer wichtigen, aber mühsamen Arbeit das Wort cumbersome im Kopf gehabt. Dann an die Cumberland-Soße gedacht, die meine Ma zum Fondue selbst zubereitete. Dann an deren Geschmack und den Cayennepfeffer, der da drin ist, und, tja, was soll ich sagen, eine Stunde später weiß ich jetzt alles über Cayennepfeffer und den Gewürzhandel auf der Seidenstraße. 😶‍🌫 Apropos: Was machen eigentlich die Spice Girls? Oh, hallo. Du bist aber ein schönes Rabbithole vielen Dank ja natürlich werde ich mir das…

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  17. Dranbleiben. Nur Mut.

    Erst mal wachwerden, dann rein und rausschälen in die eigene, dann die Routinen der anderen. Dann Kaffee, dann schnell durch die Abfertigungshalle. So läuft’s, so laufen die Tage. Morgendliche Tortur de force. Kompromittierte Zugänge in den Tag. Bürokram, Behördenkram. Überall Kram, generell viel Gram. Wir stolpern uns durch. Erstaunt über die technologische Rückwärtsgewandtheit bürokratischer Infrastrukturen. Erstaunlich auch, dass es letzten Endes dann doch immer irgendwie klappt. Zumindest…

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  18. Dranbleiben

    Erst mal wachwerden, dann rein und rausschälen in die eigene, dann die Routinen der anderen. Dann Kaffee, dann schnell durch die Abfertigungshalle. So läuft’s, so laufen die Tage. Morgendliche Tortur de force. Kompromittierte Zugänge in den Tag. Bürokram, Behördenkram. Überall Kram, generell viel Gram. Wir stolpern uns durch. Erstaunt über die technologische Rückwärtsgewandtheit bürokratischer Infrastrukturen. Erstaunlich auch, dass es letzten Endes dann doch immer irgendwie klappt. Zumindest…

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  19. Perlentauchgänge in die Vergangenheit

    Was ich manchmal wirklich bemerkenswert am Begleiten der eigenen Kinder finde, ist, wie häufig es passiert, dass sie Erinnerungsbrücken zu den eigenen, weit zurückliegenden Erlebnissen wiederherstellen. Wie durch ihre Beschreibungen ihres Alltags Gefühle und Eindrücke in mir zum Vorschein kommen, an die ich in den vergangenen 40 Jahren kein einziges Mal gedacht habe. Simon erzählte mir neulich, wie traurig er ist, dass seine jetzige Lehrerin in der 2. Klasse im nächsten Jahr eine andere Klasse…

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  20. Nichts für ungut

    Liebe Festanstellung, die Luft ist raus. Wenn es überhaupt einen unmittelbaren Startpunkt für den Untergang des Abendlandes gibt, dann geht er möglicherweise von Betriebsweihnachtsfeiern aus. Wenn die gnadenbringende Weihnachtszeit, die schon aufgeladen ist mit dieser fickrigen Vorfreude auf das Fest, auch noch von den dazugehörigen rauschigen Firmenfeiern überlagert wird, die nach einer ganz bestimmten Choreografie ablaufen und erst dann wirklich mit Erfolg auf dem Haben-Konto verbucht werden…

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  21. Lockermachen für die Hölle

    Passend zu meinem Motto der Woche „Lockermachen für die Hölle“ ist mir dieser ganz fantastische Newsletter von Robin Detje auf die Füße gefallen: Lasst uns gemeinsam einen besseren Weltuntergang bauen!...

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