Vermissmeinnicht 0 ▲ Finest Day 1 hour ago · Schreiben · ausblenden · 0 Kommentare Zwischen Autonomie und Resonanz: Das Paradox des Verstecks “Es ist kein Versteck, wenn dich niemand sucht. Allerdings kann die Grenze zwischen dem Bedürfnis nach Unsichtbarkeit und dem Wunsch, vermisst zu werden, manchmal fließend sein.” Auf den ersten Blick möchte man hinter der These dieses Satzes eine existenzialistische Pointe vermuten. Auf den zweiten oder dritten Blick greift sie aber zu kurz, weil sie die Funktion eines Ortes mit der sozialen Resonanz verwechselt. Ob ein Versteck existiert, hängt davon ab, ob man es als Beziehungsspiel oder als Schutzraum begreift. Die Frage ist also, welches Motiv dem Verstecktsein zugeschrieben wird. Handelt es sich um ein Versteck relationaler Art, um einen Test auf Dazugehörigkeit? Oder um ein Versteck funktionaler Art, mit dem die Bedürfnisse nach Autonomie und Schutz erfüllt werden sollen? Folgt man der Logik des Kinderspiels, behält der Satz seine Gültigkeit. Das Verstecken ist hier kein Rückzug, sondern eine paradoxe Kommunikationsform:… Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.