Finest Day

https://finest.day/tag/de von @sherold@mastodon.online

81 Beiträge · 7 Votes · 1 Followers

Leben 56% · Schreiben 15% · Kultur 11% · Tech 6% · Geschichte 5% · Film & TV 4% · 2 weitere 3%

Per RSS abonnieren

  1. Das Bemerkenswerte an der bayerischen Sprache ist, wie...

    Das Bemerkenswerte an der bayerischen Sprache ist, wie sehr man damit besoffen klingen kann, ohne einen einzigen Tropfen getrunken zu haben, und das meine ich nicht abschätzig. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  2. [Man kann es gar nicht oft genug wiederholen.]

    Man kann es gar nicht oft genug wiederholen. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  3. Wenn man Menschen ihre Geschichten erzählen lässt, einfach...

    Wenn man Menschen ihre Geschichten erzählen lässt, einfach mal die Klappe hält und genau zuhört, durch sie hindurch hört, wie sie berichten von ihrer Überforderung, von ihrem Schmerz und den Vernarbungen, dann finde ich es zutiefst bemerkenswert, wie sie da durchgekommen sind, und schön, dass sie überhaupt noch da sind. Auch ihr: Kommt gut über die Wunden. 🌻 Per E-Mail antworten

    0 ▲
  4. Freitagstauchgänge

    Der Lauf der Dinge ist manchmal auch das Laufen von Schleimhautsekret aus Kindernasen. Die Erkältungswelle hat 50 % der Familienbelegschaft überrollt, steht, wie in jedem Jahr, in artiger Verbindung mit dem Fall der Außentemperaturen. Das hat schon wirklich etwas gezeitenhaftes. Und mir zieht’s langsam auch schon an den Knochen. Ich wanke, also stehe ich. Ich sinke, also schwimme ich. Nur kurz notierte Zwischenrufe heute, für mehr reicht weder Zeit, noch Energie. Dekompressionmemos. Es ist…

    0 ▲
  5. Peter Thiel wurde eine Auszeichnung verliehen, für seine...

    Peter Thiel wurde eine Auszeichnung verliehen, für seine Verdienste an der Demokratie. Von Mathias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE. Ich weiß nicht, wie ihr die Sache seht, aber wenn die Realität in dieser Liga zu einer täglichen Satire-Show geworden ist, gibt es in meinen Augen eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: 1) Zusehen, dass einem nicht auch noch der letzte Rest Leben aus dem Gesicht fällt. 2) Ganz grundsätzlich eine andere Spezies als Peer-Group suchen. Die…

    0 ▲
  6. KI-Kaminfeuerszenen in 4K und Birkenholzprasseln in Dolby Atmos...

    KI-Kaminfeuerszenen in 4K und Birkenholzprasseln in Dolby Atmos. Unheimlich, die synthetische Heimeligkeit einer Wohlfühlsimulation. There it is, again, that funny feeling. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  7. Alten, nie fertig geschriebenen Texten in die Arme...

    Alten, nie fertig geschriebenen Texten in die Arme fallen, wie zwei Gestrandete am Strand sich in die Arme fallen, nachdem sie Schiffbruch erlitten haben.Manchmal ist das so. (Okay, Pleonasmus hin, Tautologie her, aber “gestrandet” kann man doch überall sein und impliziert nicht zwingend einen Strand, oder? Oder?) Per E-Mail antworten

    0 ▲
  8. Heute gelernt: Kardamomsnurre...

    Heute gelernt: Kardamomsnurre. Das ist ein skandinavisches, kunstvoll verschlungenes Hefegebäck (“Snurre” bedeutet auf Dänisch oder Norwegisch drehen oder zwirbeln). “Sonne, Kardamomsnurre und Kaffee im Bett”, schreibt Lili, und ich: “Heute möchte ich mich in ganz vielen kardamomsnurrigen Momenten räkeln”, und, oh mein Gott, das möchte ich als Adjektiv behalten! Man kann es förmlich riechen. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  9. Von mir aus soll es aufwärts oder abwärts...

    Von mir aus soll es aufwärts oder abwärts gehen, seitwärts, heimwärts, stadtauswärts oder meerwärts, solange überhaupt was geht, die Richtung stimmt und ich dafür bin. Stichwort heimwärts: Letztens stieg der Fahrer eines Caritas-Transporters ein, den wartenden Damen im Fond ein lautes „Heimwärts!“ zurufend, deren Rollstühle er zuvor verstaut hatte, und auch sonst hat seitdem dieses Wort eine etwas andere Note bekommen. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  10. Das Münchner Oktoberfest...

    Das Münchner Oktoberfest. Die einen tragen traditionelle Kleidung aus einem Grund, die anderen aus einem anderen Grund, und beide Seiten regen sich gleichermaßen über die jeweilige Kleidung der anderen auf. Die Kleidung, die sie tragen, nennt man „Zwietracht“. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  11. Es gibt vermutlich nur wenige Dinge in diesem...

    Es gibt vermutlich nur wenige Dinge in diesem Teil des beobachtbaren Universums, die, was die eigenen Geschmacksknospen anbelangt, niederschmetternder sein können, als das Laugengebäck vom Vortag. Nahrungsmittel, an denen sich selbst der Zahn der Zeit die Zähne ausbeißt. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  12. Jungen Menschen wird oft nachgesagt, dass sie häufiger...

    Jungen Menschen wird oft nachgesagt, dass sie häufiger unvernünftige Entscheidungen treffen, als Erwachsene. Ich denke, das stimmt nicht ganz. Erwachsene treffen genauso häufig unvernünftige Entscheidungen. Sie haben nur im Laufe ihres Lebens bessere Entschuldigungen dafür gefunden. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  13. Viele Dinge, die etwas über den Zustand einer...

    Viele Dinge, die etwas über den Zustand einer Beziehung sagen, lassen sich manchmal an der Ordnungsstruktur innerhalb der Geschirrspülmaschine ablesen, auf die man sich geeinigt hat oder eben nicht. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  14. Die seelenbrechende Suche nach den noch benötigten Schulheften...

    Die seelenbrechende Suche nach den noch benötigten Schulheften mit dem korrekten Format, der richtigen Farbe und der passenden Lineatur, ist im Grunde eine fortgeführte, moderne Variante von Homers „Odyssee“. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  15. Sich den schönsten Strich durch die Rechnung einfach...

    Sich den schönsten Strich durch die Rechnung einfach selbst machen, mit einer Geradlinigkeit, die obszön ist. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  16. In Mecklenburg-Vorpommern feiert die CDU einen Verachtungserfolg.

    In Mecklenburg-Vorpommern feiert die CDU einen Verachtungserfolg. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  17. Erledigen, erledigt sein

    Die Sonne geht so beiläufig und gewöhnlich auf, wie an jedem Tag. Irgendwo sitzt irgendjemand und wartet darauf, dass irgendetwas passiert. Höchste Zeit, sich einen neuen Job zu suchen. Das Geld geht aus. Erledige ich das nicht, bin ich bald erledigt.Höchste Zeit, sich ein neues Journal zu besorgen. Das Papier geht aus. Erledige ich das nicht, bin ich bald erledigt.Also beginnt der Tag, wie Tage eben so beginnen: Notieren, was erledigt werden muss, und zwar schnell. Und was einen davon…

    0 ▲
  18. Christen bimmeln hier mit Verve, läuten sich gerne...

    Christen bimmeln hier mit Verve, läuten sich gerne und lautstark ab. Es ist die Zeit ihrer Messe. Ich könnte sagen, sie “betreiben ihr Glockenspiel mit einer Passion, die ihresgleichen sucht”, aber das sage ich nicht, es wäre vermutlich ein Fettnäpfchensakrileg und ich möchte heute nicht gevierteilt werden und morgen auch nicht. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  19. Vermissmeinnicht

    Zwischen Autonomie und Resonanz: Das Paradox des Verstecks “Es ist kein Versteck, wenn dich niemand sucht. Allerdings kann die Grenze zwischen dem Bedürfnis nach Unsichtbarkeit und dem Wunsch, vermisst zu werden, manchmal fließend sein.” Auf den ersten Blick möchte man hinter der These dieses Satzes eine existenzialistische Pointe vermuten. Auf den zweiten oder dritten Blick greift sie aber zu kurz, weil sie die Funktion eines Ortes mit der sozialen Resonanz verwechselt. Ob ein Versteck…

    0 ▲
  20. Auf dem Weg zum Strand sein, aber als...

    Auf dem Weg zum Strand sein, aber als Lebenseinstellung. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  21. Beschreiben Sie sich selbst

    Es sprudelte. Sie hätten das nicht fordern sollen. Das Semikolon setzte er aus reiner Boshaftigkeit. Er schreibt: Eminenter Tastenhengst und obskurer Magnet. Chefdramaturg diverser Blogs und Journale, ambitionierter Dilettant und komplexbehafteter Polterer. Mit anderen Worten: ein Psychonaut, Sexmaniac, Erzschurke, Fischprediger, Scharlatan und Blödelbarde; Kosmotelepath, Verzweiflungsspezialist, Lichtarbeiter, Wolkenkuckuck und Zu-Spät-Romantiker, Extremnarr und Blutsäufer, Zornprophet, also…

    0 ▲
  22. Es ist noch zu früh, um sicher zu...

    Es ist noch zu früh, um sicher zu sein, was dieser Tag möchte. Die Antwort auf die Frage nach systemstabilisierenden Prozessen in “Küche sauber machen, Bad sauber machen” gefunden, wenigstens anteilig. Denn: Küche und Bad sind nie so sauber, wie in den Zeiten, in denen etwas Dringendes und Wichtiges weggeschoben wird. Kompensationsstrategien, die sich als Haushaltswartungsroutinen tarnen. Möglich auch, Verdrängungsmechanismen. Fleißigkeitsglanz: Arbeitsgeräte, Arbeitsplatte, Kaffeemaschine,…

    0 ▲
  23. Fleißigkeitsglanz

    Es ist noch zu früh, um sicher zu sein, was dieser Tag möchte. Die Antwort auf die Frage nach systemstabilisierenden Prozessen in “Küche sauber machen, Bad sauber machen” gefunden, wenigstens anteilig. Denn: Küche und Bad sind nie so sauber, wie in den Zeiten, in denen etwas Dringendes und Wichtiges weggeschoben wird. Kompensationsstrategien, die sich als Haushaltswartungsroutinen tarnen. Möglich auch, Verdrängungsmechanismen. Fleißigkeitsglanz: Arbeitsgeräte, Arbeitsplatte, Kaffeemaschine,…

    0 ▲
  24. Es gibt so Menschen, in deren Stimmen permanent...

    Es gibt so Menschen, in deren Stimmen permanent so ein verurteilendes Angepisstsein mitschwingt, eine tiefe Kränkung, obwohl sie versuchen, einem etwas Nettes zu sagen. Das Passiv-Aggressive in ihrem Ton kann einem locker Zahnschmerzen verursachen. Ich kann solche Menschen nur ganz schwer aushalten. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  25. So exquisit, das Gefühl am Ende des ersten...

    So exquisit, das Gefühl am Ende des ersten oder zweiten Tags nach den Schulferien, aus denen man es irgendwie mit 13 % Restkapazität rausgeschafft hat und sich bereits jetzt komplett abgefrühstückt fühlt, man kann es einfach nur lieben. 🤌🏻🫠 Per E-Mail antworten

    0 ▲
  26. “Sobald ein Umgang zur Herausforderung wird, ist Courage...

    “Sobald ein Umgang zur Herausforderung wird, ist Courage gefragt. Was zeichnet mehr aus, als im Dissens fair zu bleiben und vor allem: kritikfähig? Was ich stattdessen andauernd erlebe, ist eine Verantwortungsaversion, wo es Persönlichkeit bräuchte. Schönwetterempathie ist keine Kunst.” (Bruckner 0 / @lustbarkeit.bsky.social) “Kritisieren ohne zu verletzen für viele genauso schwierig wie berechtigte Kritik anzunehmen und dadurch zu wachsen.” (Thuljac / @thuljac.bsky.social) Solch eine…

    0 ▲
  27. Wir alle träumen große Träume...

    Wir alle träumen große Träume. Wir alle. 🫂 Per E-Mail antworten

    0 ▲
  28. Jetzt beginnt wieder so langsam die Jahreszeit, in...

    Jetzt beginnt wieder so langsam die Jahreszeit, in der man heilfroh ist über die von den Smartphones produzierte Abwärme in der Hosentasche. Per E-Mail antworten

    0 ▲
  29. Anderes Drehmoment, andere Tageszeit...

    Anderes Drehmoment, andere Tageszeit. Das Rauschen des Berufsverkehrs schwillt ab, Welthintergrundgeräusche treten langsam wieder zum Vorschein, die immerzu da waren, sich aber erst jetzt behutsam herausschälen, vorsichtig prüfend, ob die Luft rein ist. Später aber so selbstverständlich den Raum einnehmen werden, als wäre ihre Existenz nie infrage gestellt, nie verdrängt worden. Das Natürliche tritt hervor, während die Erregungsmaschine schnaubend ausruckelt. Eigentlich kommt in diesen Stunden…

    0 ▲
  30. Ein 14. September, wie er im Buche steht

    Raus aus der Abgeschiedenheitsdiaspora und rein in den Trubelstrudel. Wünscht mir Glück. Rausgehen und sich zeigen, wirklich zeigen und nicht bloß zur Schau stellen; alles versuchen und nicht verzagen. Verzagen ist ein so schönes Wort. Wann sagt man das heute schon noch, verzagen? 8 Uhr irgendwas Kann losgehen.Guten Morgen, liebe Freunde der Faltenfreiheit, der Entknitterungsroutinen und der Wachmachrituale. Seid auch an diesem Tag gut zu euch. Parole des Tages: vermehrt Schönes! 09:43 Uhr Noch…

    0 ▲