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Neunmal so lange wie auf der Herfahrt waren wir jetzt in Belgien. Letztes Jahr nur eine Nacht in Zeebrügge, dieses mal so lange in Nieuwpoort. Wenn man sich dort aufhält, dann macht man auch Fotos. Hier ein paar davon, und heute gibt es auch ein paar Kommentare dazu Eine Windspielinstallation, die man schon vom Wasser aus sieht, wenn man auf die Marinas zufährt Leckerer Kaffee in Oostende am Hafen Oostende von oben
Ja, gut, okay: Eigentlich liegt Belgien nicht im Süden, aber aus Sicht unserer Reise schon: Nach über einer Woche in Nieuwpoort sind wir jetzt wieder in den Niederlanden, aber immerhin fanden wir in Belgien noch einen Flohmarkt! Der Segelschlag nach Breskens war aufregend, aber nicht dramatisch. Ähnlich war auch die vergangene Woche, zumindest für mich: Ich musste eben schnell nach Oldenburg. Das hat auch geklappt, aber es ist schon doof, wenn man seinen Personalausweis an Bord vergisst, wenn…
12.07. Man merkt deutlich, dass Wochenende ist. Promenade und Stadt sind voller Menschen bis abends. Da wird es deutlich ruhiger. Kann allerdings auch an dem Wind mit Stärke 6-7 liegen… Nach dem Frühstück ist uns schon bannig warm. Wir packen die Picknickdecke und kühle Getränke um uns im Park ein schattiges Plätzchen zu suchen. Dort angekommen, merken wir leider schnell, dass der starke Wind einen doch schnell auskühlt. Sonnenbad kommt nicht in Frage und somit Dackeln wir zurück zum Boot. Dort…
08.07. Dunkerque begrüßt uns morgens mit Sonne. Wir wollen heute mit dem Bus nach Gravelines. Der kleine Schleusenhafen sah erst aus wie eine Alternative zu Dünkirchen, aber da er trocken fällt haben wir davon abgesehen. Der Bus kommt sofort, als wir an der Haltestelle stehen. Die Fahrt dauert dann aber länger als gedacht. Wir kommen an dem Industriehafen vorbei, den wir von Seeseite bereits gesehen haben. Er wird wohl auch gerade stark erweitert, erinnert an unser Jade-Weser-Port in WHV. Der…
Adieu, Frankreich! Und nun: Welkom oder Bienvenue? Belgien ist Mehrsprachig. In Nieuwpoort, wo wir Mitte der Woche angekommen sind, spricht man gern Niederländisch. Deutsch verstehen die meisten aber auch. Vorher waren wir noch in Dünkirchen, das passte von Dieppe wunderbar. Weil wir dort aber schon auf der Herfahrt länger verweilt hatten (siehe Staffel 1, Episode 03), sind wir nach zwei Nächten wieder aufgebrochen und mussten nur 18 Seemeilen weiter, um in Belgien zu landen. Hier in Nieuwpoort…
05.07. Bon Jour Dieppe! Spät werden wir wach heute. Nach dem Autokorso musste ich auch noch raus und Swantjes Festmacher korrigieren. Der Wind kam weiter achterlich und schob sie an den Steg… Heute lassen wir es langsam angehen, bisschen Wäsche machen, chillen. Abends gehen wir ans Meer. Hier in Dieppe ist Kiesstrand. Das Licht der Sonne ist durch einen Wolkenschleier ganz mild und auch das Meer plätschert träge an den Strand. Wenn das morgen auch so ist, wird es eine gute Überfahrt. 06.07. Als…
03.07. Cherbourg Ausgeschlafen und satt vom Frühstück, haben wir noch Zeit, bis es Tiden-passend wieder los geht. Gestern, beim Verlängern der Hafengebühr, gab es etwas „Unruhe“ (nennen wir es mal so). Die Mitarbeiterin konnte sogar deutsch. Aber sie meinte, wir dürften nun nicht mehr an Ponton P liegen, da am Wochenende eine große Regatta stattfindet. Nach einigem hin und her durften wir doch noch eine Nacht bleiben. Aber nicht bis 19:00 Uhr! Dann müssten wir für eine weitere Nacht zahlen. Da…
Von Ploumanac’h an den Kanalinseln vorbei nach Cherbourg war noch mal ein anstrengender Törn. Unter anderem sind wir rückwärts gesegelt… das hatten wir auch noch nicht. Weil wir auf dem Hinweg zu Biskaya Cherbourg ausgelassen hatten, haben wir hier nun einige Tage verbracht. Dann liessen uns die Wettervorhersagen wissen, dass wir nun den nächsten Schlag machen sollten. Wieder über 100 Seemeilen, dieses Mal nach Dieppe… oder doch Honfleur? Oder dieser andere kleine Hafen gleich um die Ecke? Noch…
Gib gerne Deine Meinung dazu ab:
29.06. Cherbourg Als ich morgens zum Hafenbüro gehe, nehme ich gleich meine Duschtasche mit. Die Mitarbeiterin im Büro ist sehr nett und heißt Eva, wie meine Schwester. Aber wir müssen unsere Swantje trotzdem umlegen. Ich rufe Holger an, damit er Bescheid weiß und gehe duschen. Herrliche Sanitär-Anlagen erwarten mich und eine erfrischende Dusche. Wir hätten übrigens vorher unser Kommen anmelden können und man hätte uns einen Zugangs-Code per Mail gesendet. Für die nächste Etappe habe ich mir…
Mehrere Dinge funktionierten heute morgen auf Anhieb: Um Punkt 6:30 Uhr ging sowohl mein Wecker an der Apple Watch als auch der in Angelas iPhone los. Und wir beide waren gleich wach. Meinerseits kann ich sagen, dass ich da schon nicht mehr im Tiefschlaf war, ich habe fast auf das Signal gelauert. Der Grund war – wie recht häufig auf unserer Tour – der Wind. Und wieder waren es zwei Dinge, die uns bewegten, so früh am Tag wach zu werden: Aus Gezeitentechnischen Gründen sollten wir um 8 Uhr zu…
Über Cherbourg (-en-Cotentin) gibt es schon viele Informationen, nicht nur im Internet sondern auch in Romanen, Reiseführern und Dokumentationen. Die Titanic machte hier 1912 fest, 1940 wurde die Stadt von der deutschen Wehrmacht eingenommen und 1944 im Rahmen der Landung der Alliierten in der Normandie wieder befreit. Regatta-Fans werden Cherbourg vielleicht als Zielhafen des berühmten Fastnet Races kennen. Vermutlich waren einige von denen, die das hier lesen, selbst schon in Cherbourg.…
Nein, ich habe kein Starlink an Bord. Wenn wir online gehen, dann über unsere iPhones. Und das klappt im Großen und Ganzen sehr gut. Außerdem gibt es in vielen Häfen WLAN und fast überall funktioniert das recht gut. Manchmal kann man sogar Fussball gucken Und aber auf See? Tja. Wenn man segelnd auf dem Wasser unterwegs ist, dann hat man weit draußen irgendwann kein Netz mehr. Aber: Das reicht ziemlich weit raus! Okay, bei einer Biskaya-Überquerung (uno, dos) hat man einen größeren unabgedeckten…
24.06. Trébeurden Schon morgens so warm! Holger geht noch vorm Frühstück einkaufen. Der Weg ist steil und lang. Ich stopfe ein paar Sachen in eine Waschmaschine. Dann versuche ich, etwas Yoga am Strand zu machen. Nach 25 Minuten gebe ich auf, die Sonne brennt… Noch kurz die Füße ins Wasser und dann ist auch schon die Wäsche fertig. Einen Trockner kann ich mir heute sparen. Als Holger zurück ist, wird gefrühstückt. Gegen Mittag kann ich es in der Sonne nicht aushalten. Im Boot hat es noch…
Eigentlich haben wir es von Roscoff noch nicht sehr weit geschafft, aber das muss auch gar nicht: Das ist soo schön hier! Trebeurden ist wirklich eine Reise wert und Ploumanac’h… das kannte ich vorher überhaupt nicht. Auf dem Hinweg sind wir an all dem vorbei gesegelt, weil wir über die Biskaya wollten. Nun versuchen wir, noch einige kleine Schätze mitzunehmen, bevor wir uns weiter zu den Niederlanden durchhangeln. Dabei ist es zwar schön, super Sommerwetter zu haben, aber für Segler bedeutet…
21.06. Heute ist in ganz Frankreich das Fete de la Musique. Wir gehen gegen Mittag zum alten Hafen. Hafen mit und ohne Wasser: Drei Bühnen sind aufgebaut, aber es ist noch nicht viel los. Nach dem wir uns etwas umgeschaut haben, gehen wir zurück an Bord. Dort ruhen wir etwas, essen Mittag und gehen wieder in den Ort. Jetzt ist es voller dort, aber die Musik auf den Bühnen sagt uns nicht so zu. Dafür gibt es überdimensioniertes Holzspielzeug verschiedener Art. Das ist was für uns! Und nicht nur…
Ja, wir haben Sommer, es ist Juni. Aber wir befinden uns nicht mehr in Spanien, nicht mehr in der Biskaya und sind nicht mal mehr südlicher als München. Gerade sind ein paar sehr heisse Tage, dementsprechend ist der Wind flau und wir waren schon froh, von Roscoff überhaupt irgendwie losgekommen zu sein. Trebeurden ist nur ca. 17sm östlich von dort. Aber das ist hier eine völlig andere Gegend! Bevor wir nach Camaret sur Mer kamen, hatte ich mir eben diesen Ort immer als sonnig, heiss und…
Seit wann steckte die Kurbel in der Winde fest? Hatte ich das überhaupt erwähnt? Wisst ihr also vielleicht gar nicht, wo von ich rede? Na gut, ist schnell erzählt: Die von mir verbaute Ankerwinde hat im Deckel diese typische Aufnahme für eine Winschkurbel. Und das geht auch wunderbar. Dafür nehme ich allerdings nicht die gute Winschkurbel, welche Angela mal von Imke geschenkt bekam (Lewmar OneTouch) sondern eine von den alten, die man immer mit an Bord durch die Gegend fährt (ich glaube,…
Wie oft habe ich das hier in unseren Beiträgen, wie oft gar schon im Podcast gesagt: „Wir befinden uns in einer Gegend, wo die vorherrschende Windrichtung West ist“. Wie wir jetzt wieder mal bestätigt bekommen: Das heisst allerdings nicht, dass andauernd Westwind herrscht. Im Gegenteil. Nun sind wir im Ärmelkanal. Der zeigt so grob nach Nordosten. Mit Westwind käme man super voran. Mit Nordwestwind auch noch einigermassen. Mit Südwestwind? Das wäre auch prima! Ostwind und alles von dort bis…
17.06. L‘Aber Wrac‘h begrüßt uns etwas herbstlich mit Sprühregen und Wind. Erst mal in Ruhe frühstücken! Holger macht so Boot Dinge und ich putze und ziehe Betten ab… Gemeinsam erklimmen wir die Hügel um mit zwei Rucksäcken und dem Roller groß einzukaufen. Ich habe mich gestern erschrocken, als mir im Hafen der Preis des Liegegeldes genannt wurde! Und heute beim Einkauf, haben wir uns nach Spanien zurück gesehnt. Auch Diesel ist hier sehr teuer. Bis zum Ende unserer Auszeit wird das Geld aber…
Diese Folge senden wir aus dem Ärmelkanal und sind schon fast am nördlichen Ende (oder Anfang?) der Bretagne. Damit haben wir die Biskaya hinter uns. Das letzte Stück war – trotz der Races – vielleicht nicht das spannendste, aber beeindruckend und toll waren die letzten Monate auf jeden Fall. Was für ein Segelrevier! Heute lassen wir euch am letzten Stück teilhaben und blicken auch gemeinsam in aller Kürze zurück auf alle Stationen, die wir nach A Coruna ansteuerten: Von Nordspanien über La…
Nur sehr treue Leser werden es noch wissen: Wir haben Roller an Bord. Nun seit knapp vier Jahren (Klick). Für die Auszeit habe ich zwar einen zuhause gelassen, aber der andere an Bord ist wirklich Gold wert. Und nicht, weil er so ein tolles Personenbeförderungsmittel wäre, sondern vor allem ist er ein prima Transportmittel. Man kann wunderbar die Henkel von Jutetaschen über den Lenker ziehen und muss die dann nicht mehr selbst tragen, nur noch schieben oder rollern. Irgendwann während der…
Nein, es geht nicht um ein Rennen oder einen Wettlauf, es geht nach dem Raz de Sein zur nächsten Ecke, um die wir rum wollen: Von Brest den nächsten Weg zum Ärmelkanal nach L’Aberwrac’h. Die Bezeichung „Raz“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet „strömungsreiche, gefährliche Passage vor einem Kap“. Die britische Bezeichnung lautet Race, siehe z.B. Alderney Race (Wikipedia). Wir wollten zwar nicht von Brest sondern von Camaret dort durch, aber das ist quasi das gleiche. Sogar noch einfacher,…
Wir hatten da nie von geträumt, hatten das nie so auf dem Zettel, es war nicht mal Plan B. Doch gestern haben wir unsere Biskaya-Umrundung abgeschlossen: Am 23.09.2025 verliessen wir L’Aber Wrac’h, um die Biskaya Richtung Süden nach A Coruna zu überqueren und gestern, am 16.06.2026, sind wir, nachdem wir den Chenal du Four durchsegelt hatten, hier mit dem auflaufenden Wasser wieder angekommen. Irgendwo draußen in der Ansteuerung der Flußmündung kreuzten wir unseren alten Kurs. Ich kann gar…
12.06. Ganz schön nebelig hier in Camaret! Die Felsen auf der anderen Seite der Bucht sind verschwunden! Die Luft ist feucht durch die Nebel-Tröpfchen. Ab und zu weht ein Hauch von Wind, aber der Nebel bleibt hartnäckig in der kleinen Bucht. Meine Schwester ist wieder abgereist. Wir haben noch einen gemeinsamen Kaffee in einem niedlichen Café getrunken und dann sind die beiden zurück nach Brest. Wir machen so Boot Dinge, während es in Camaret immer voller wird (Wochenende). Der Hafen allerdings…
(Teil 1 ist hier) Am 11.06.2026 sollte in Brest gegen halb drei Hochwasser sein. Laut den Strömungskarten im Imray-Revierführer Atlantic France strömt es in Nord-Süd-Richtung sechs bis vier Stunden davor sehr kräftig, ab halber Tide wird es etwas weniger. Zu Hochwasser fängt es schon wieder an, im Raz de Sein (RdS) gegen an zu strömen. Ich hatte mir rausgeguckt, ab der dritten Stunde dort durch zu fahren. 14:24 minus 3 macht 11:24 Uhr. Der Ankerplatz bei Audierne ist gute 9 Seemeilen vom RdS…
Concarneau war sehr reizvoll, aber irgendwie waren wir da auch schon wieder viel zu lange. Wir wollten weiter. Als nächstes schob sich das Raz de Sein unter den Finger auf der Seekarte. Berühmt? Berüchtigt! Fahren wir lieber außen rum, wie wir es schon auf der Bell ile geplant hatten? Oder können wir unseren Schlag so abpassen, dass wir zur rechten Zeit vor dieser Meerespassage sein werden, um mit der richtigen Tide dort durch zu kommen? Wenn wir nach Camaret sur Mer wollen – und das wollten…
Wer unsere Beiträge und unseren Podcast verfolgt, der weiss, dass wir schon länger darüber nachdachten, Camaret-sur-Mer anzusteuern. Einer der Gründe war Angelas Schwester, die dort eine Woche Urlaub machte. Schon auf einer der vielen Inseln, die wir besuchten, schmiedeten wir Pläne, wie man z.B. direkt dort hin käme. Wegen des „berüchtigten“ Raz de Sein (Wikipedia) wären wir bei einem längeren Schlag einfach aussen rum gefahren. Aus einem guten Grunde: Man muss zu einem bestimmten Zeitpunkt…
07.06. (Concarneau) Heute war ein angenehmer Tag. Viele Boote haben abgelegt, der Hafen ist ziemlich leer. Leider werden wir heute Nacht doch nicht nach Camaret segeln. Es passt einfach nicht vom Wind. Holger und ich sind etwas gefrustet. Meine Schwester wird uns morgen hier besuchen kommen. 08.06. Meine Schwester und mein Schwager sind mit ihrem Leihwagen von Camaret-sur-mer zu uns nach Concarneau gekommen. Es regnete erst und somit sind wir in der Festung zum Crêpes essen gegangen. Als wir…