1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Die Schatten, die die Kieselsteine am Morgen werfen, werden länger. Sie sind langgezogener, als vor ein paar Tagen um dieselbe Uhrzeit. Auf den Straßen sieht man nun mehr langbehoste und daunenbejackte Körper, deren eingeschriebene Pigmenterinnerungen an vergangene Sonnenstunden schon verhüllt wurden; atemberaubend, wie schnell und kompromisslos manche Menschen diesen Kleidungswechsel jedes Jahr vollführen. Nicht mehr lange und mutlos gewordene Blätter werden zu Boden tänzeln und es wird bei jedem Schritt rascheln, durch ockerfarbene Inseln, später dann braun, ein säuerlich duftender Nachhall des Gestrigen. Und irgendjemand wird bald wieder irgendwas über die frühe Lebkuchenverfügbarkeit in den Supermärkten gesagt oder geschrieben haben und natürlich wird es witzig sein, natürlich wird es unser Sammelgejammer adressieren und natürlich wird es total erwartbar sein, wie in jedem Jahr. Auch die Wespen werden wirr. Ihr Flug ist unkoordinierter, ihre Routen zickzackiger, als sonst. Auch…

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