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Weltkarten sind nie neutral: Projektionen prägen, wie wir Größenverhältnisse und Bedeutung wahrnehmen. Equal Earth bietet eine flächentreue, offene Alternative zur weiterhin dominierenden Mercator-Projektion. Die Verwendung von Kartenmaterial ist heute mehr denn je eine Designfrage. Was bedeutet das für ethisches, dekoloniales Design, Datenvisualisierung, Editorial und UX/UI? Im vergangenen Jahr starteten die afrikanischen Organisationen „Africa No Filter“ und „Speak Up Africa“ die Kampagne „Correct the Map“. Ihr Ziel: Schulen, internationale Organisationen und Medien sollen die Equal-Earth-Projektion verwenden und damit die Größe Afrikas realistischer darstellen. Der Anspruch ist nicht nur geografisch, sondern visuell-politisch: Afrika soll in seinen tatsächlichen Größenverhältnissen sichtbar werden1. Die Kampagne richtet sich ausdrücklich gegen die jahrhundertelang eingeübte visuelle Normalität der Mercator-Projektion. Die Afrikanische Union mit ihren 55 Mitgliedstaaten unterstützte…

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