Das Buch „Leergut“ von Jörg Maurer erzählt einfühlsam und mit feinem Humor die Geschichte von Daniel Koch, einem sportlichen, lebensfrohen Mann, der plötzlich die Diagnose Alzheimer erhält und dadurch aus seinem gewohnten Alltag gerissen wird. Daniel ist zunächst überzeugt, dass sein gelegentliches Vergessen harmlos sei, bis er an einer Ampel steht und die Farben nicht mehr zuordnen kann – der Moment, der alles verändert. Die Geschichte begleitet ihn durch die ersten Stadien der Krankheit, in denen er versucht, mit Hilfe seiner Ärztin und eines Notizbuchs seiner schwindenden Erinnerung entgegenzuwirken. Realität und Einbildung Maurer schafft es, den Alltag mit Alzheimer aus Daniels Perspektive zu schildern: Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Einbildung verschwimmen zusehends. Neben realen Personen wie einem Pfleger treten auch skurrile Figuren wie ein blinder Taxifahrer und eine geheimnisvolle Straßenmusikerin auf. Immer wieder stellen sich Leser und Daniel die Frage, was…
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