Die Autorin schildert in "Klub Drushba" ihre 2.700 Kilometer lange Wanderung auf dem „Weg der Freundschaft“ von Eisenach bis Budapest (der wurde dazumal als ein sozialistisches Gegenstück zu den in Westeuropa schon länger üblichen Fernwanderwegen erfunden, welcher den Rennsteig mit Wegen durch die Hohe Tatra, die Beskiden oder das Altvatergebirge verband). Sie schreibt ehrlich, witzig und durchaus unterhaltsam über Einsamkeit, Begegnungen und die Frage, warum man sich denn überhaupt auf eine fünfmonatige Fernwanderung begibt. So weit, so gut. Und Hut ab vor der Leistung! Kleines Manko: Für meinen Geschmack ist der geschilderte Part an Selbstfindung, Familie, Berufsleben und Beziehungsdramen deutlich zu ausufernd geraten - ich habe da etwas mehr auf den tages- oder wochenaktuellen Wander- und Reisebericht gehofft. Davon abgesehen ist es im Fazit ein schönes, angenehm erzähltes Buch für so Menschen, die Fernweh haben oder gerne Geschichten über solch Menschen lesen, die sich trauen,…
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