1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Im Kulturprogramm am Sonntag war ich in der Ausstellung im Barlach-Haus. Bilder von Ringelnatz: „Es hat sich selbst aus mir gemalt“. Wie neulich angekündigt also – was bin ich wieder bemerkenswert konsequent. Wie son Mensch auf Kurs. Der Besuch hat sich gelohnt, die Ausstellung ist ebenso überraschend wie erfreulich. Ich kann nicht mehr genau sagen, was ich eigentlich erwartet hatte, etwas expressivere Werke vermutlich. Munterere und buntere vielleicht auch – aber diese Werke sind anders. Zurückhaltender, dunkler als gedacht, abgründiger und versonnener auch. Vom ersten Bild an schon erinnerten sie mich an etwas. Und ich kam und kam nicht darauf, woran genau. Es wurde wirklich ein wenig herausfordernd. Denn es ist kein schönes Gefühl, auf etwas nicht zu kommen, aber dauernd das Gefühl zu haben, es könnte gleich doch noch erreichbar werden. Irgendwo in den abgelegenen Archivschränken im Hirn vermutete ich etwas, im allerletzten Raum. Wo der Staub liegt und wo man die längst verblassten…

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