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Die Nürnberger Prozesse markieren die völkerrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg. Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 verhandelte das Internationale Militärtribunal (IMT) im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes gegen die Hauptkriegsverbrecher des »Dritten Reiches«. Der ranghöchste Angeklagte war Hermann Göring, Reichsmarschall und nach Hitler der mächtigste Mann des NS-Staates. Während einige Mitangeklagte Reue zeigten, verteidigte er Hitlers Politik, rechtfertigte den Angriffskrieg und stellte die Legitimität des Gerichts als »Siegerjustiz« infrage. Der Film »Nürnberg« mit Russell Crowe als Göring und Rami Malek als Psychiater Douglas M. Kelley setzt zu Beginn der Prozesse an. Kelley soll als US-Psychiater den Geisteszustand der Angeklagten begutachten, ist aber schnell von Görings Persönlichkeit fasziniert und verliert den professionellen Abstand. Göring, wuchtig in seiner Autorität und nicht ohne Charme, wickelt den unsicheren Kelley…

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