1 hour ago · Musik · ausblenden · 0 Kommentare

Wenn eine Band, die 15 Jahre lang jeder Pop-Geste ausgewichen ist, plötzlich ein „Mainstream-Album” ankündigt, werde ich misstrauisch. Und neugierig. DIIV standen für mich immer für Nebel, Lärm und Untergangsstimmung, nie für Hooks, die man beim Abwasch mitsummt. Mit ZIRP! wollen sie genau das ändern. Für die Produktion holte sich Zachary Cole Smith A. G. Cook ins Boot, den Mann aus dem Charli-XCX-Kosmos. Das klingt nach Stilbruch, ist in Wahrheit aber eher Hochglanzpolitur. Seit Oshin (2012) haben DIIV ihren Sound verfeinert, verdichtet und auf Frog in Boiling Water verdüstert, nie aber verbogen. Auch jetzt bleiben die Gitarren dick, verwaschen und melodisch, nur funkeln Glitch-Splitter und Synth-Funken darum herum. Der Opener „The Fountain” ist verzerrt und drückend wie eh und je. „Dare Me” klingt, als hätte jemand Loveless von My Bloody Valentine für heutige Ohren neu verkabelt: schimmernde, übersteuerte Gitarren, durchsetzt von digitalen Störgeräuschen. Mein Favorit ist „Kid”. Der…

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