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Was kann man zu Raymond Chandler noch sagen? 86 Jahre ist dieser Roman alt, der zweite mit dem Privatdetektiv Philip Marlowe, und er liest sich immer noch toll. Vielleicht dies: The Big Lebowski ist ja bekanntlich eine Art Hommage an Chandler und seine Erzählungen, bei denen die komplexe Handlung gar nicht so wichtig ist, denn Stil und Atmosphäre waren es, die für ihn vor allem zählten. Ich musste bei Lebwohl, mein Liebling zweimal an den Film der Coen-Brüder denken, nämlich bei einer nächtlichen Geldübergabe in einsamer Gegend, und beim korrupten Polizeichef einer kleinen Küstenstadt (bei Chandler das fiktive Bay City, im Film das Vorbild dafür, Santa Monica). Chandlers Sprache ist (abgesehen von ein paar despektierlichen Begriffen am Anfang) noch heute frisch, voller schöner Bilder, Sarkasmus und Witz und hat Generationen von (nicht nur) Krimiautoren beeinflusst. Ich brauchte einen Drink, ich brauchte eine hohe Lebensversicherung, ich brauchte Urlaub, ich brauchte ein Häuschen auf…

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