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Der Schriftsteller Willy Kramp hat einmal einen Amtsrichter besucht, der einer Okkultistengesellschaft vorstand. Kramp hat diese Erfahrung anschließend in einem Essay verarbeitet, welches den Titel „Vom Wesen der Offenbarung“ trägt (Von der Gleichzeitigkeit ds Lebendigen, 1956, S. 36–37). Er schließt seinen Text mit folgenden wunderbaren Worten: Aber dennoch antwortet Gott auf die Erscheinung des Bösen. Und zwar durch Offenbarung: Er wird Mensch, nimmt Tod und Schuld auf sich, bricht zusammen unter Haß und Finsternis. Dem Rätsel des Bösen stellt er das Geheimnis seiner Liebe gegenüber. Damit „löst“ er uns jenes Rätsel zwar nicht; aber er erlöst uns von seiner Gewalt. Dieses Mysterium wird ohne Vorhang gespielt. Die Erde in ihrer armen, plumpen Sichtbarkeit gibt die Bühne her für das erhabene Spiel der Menschwerdung und des Opfers Gottes. Jener „äußerste Zipfel“ der Wirklichkeit, dem mein Magier so gar keine Beachtung mehr schenkte, wird für wert gehalten, dem Ewigen Wort Fleisch und…

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