2 hours ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Der Mittwoch war ein Tag mit ausgeprägt heimatlichem Wetter. Mit einem Wetter also, wie es sich hier etwa von Oktober bis März gut, richtig und gewohnt anfühlt. Obligatorische 12 Grad, es war weder heiß noch kalt. Es war aber eindeutig nass, diesig und auch grau, vor allem grau. Blendend grau, dachte ich am Morgen beim ersten Blick zum Fenster bei Tageslicht. Wo vom Draußen nicht viel zu erkennen war, abgesehen von dem Farbton des rettungslos verhangenen Himmels. Die zahllosen Tropfen des Dauerregens verschwammen auf den Dachfenstern, es gab trübe, ineinandergreifende Weichzeichnereffekte. Schwarze Kleckse darin, in schneller Bahn quer über die Scheibe ziehend: Die Rabenkrähen auf Morgenpatrouille. Schwirren Flugs zum Hauptbahnhof, um dort Reste an den Mülleimern abzuchecken. Ein Wetter jedenfalls, bei dem die ersten schon seelisch nachgeben, wie ich mitbekomme. Das sind dann die, welche einen langen, langen Winter vor sich haben. Ich dagegen bin noch im Stadium der Freude, dass die…

Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.