1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Alice Schwarzer ist beleidigt. Darüber, dass Menschen ihre Äußerungen der letzten Jahre als grenzwertig empfinden, weil Alice offenbar die weibliche Version eines alten weißen Mannes geworden ist. Und weil Alice beleidigt ist, stellt sie ihre EMMA jetzt ein. Vielleicht 10 Jahre zu spät, um noch ruhmreich zu gehen. Und 10 Jahre zu früh, um nicht beleidigt zu wirken. Ans Ruder hat sie bei EMMA nie jefraund anderes gelassen. Zuletzt sei Emma das „weltweit letzte und einzige professionelle Publikumsmagazin am Kiosk in Feministinnenhand“ gewesen, sagt Schwarzer. Da klingt sie wieder durch, die alte Frau. Weil sie Profession herabwürdigt, Print über alles erhebt und verklärt, dass Feminismus heute nicht mehr rein weiblich ist. Wer die EMMA wirklich vermissen mag, der kann sie ja hier einmal umschauen – alle anderen übrigens auch –, um tolle feministische Print- und Online-Medien zu entdecken, die im heute und morgen Zuhause sind, statt im Schwarzer‘schen gestern.

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