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Digitaler Betrug ist inzwischen ein Handwerk, das manche erschreckend gut beherrschen. Mich erreichte die E‑Mail eines angeblichen Insolvenzverwalters: Waren aus einer Firmeninsolvenz, günstig abzugeben. Dazu gab es einen Katalog, der so sauber gemacht war wie die Mail selbst. Im Angebot waren unter anderem Transporter und Bullis, zu Preisen, die einen sofort interessieren. Beim ersten Check fiel nichts auf. Der Absender nutzte die Domain eines Anwalts, den es im Netz tatsächlich gab. Dessen Website wirkte seriös, mit Impressum, Angabe der Anwaltskammer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Zwei Dinge passten allerdings nicht. Die E‑Mail-Adresse auf der Website war nicht die, von der meine Mail kam. Und der Bielefelder Anwalt ist laut seiner Website Fachanwalt für Arbeitsrecht, nicht für Insolvenzrecht. Das machte mich stutzig. Den vermeintlichen Anwalt einfach anzuschreiben, kam nicht in Frage, denn ich wusste ja nicht, ob nicht auch die Website eine Fälschung war. Klarheit brachte…

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