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kürz­lich hab ich ja drü­ber nach­ge­dacht was „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“ für ein­zel­ne ins in­ter­net schrei­ben­de be­deu­ten könn­te. goe­the woll­te da auch was zu sa­gen: Wer aber nicht eine Mil­li­on Le­ser er­war­tet, soll­te kei­ne Zei­le schrei­ben. quel­le: Ge­sprä­che mit Goe­the in den letz­ten Jah­ren sei­nes Le­bens (pdf) der kon­text ist, dass goe­the für sei­nen wert­her viel kri­tik von zeit­ge­nos­sen ein­ste­cken muss­te, er die­se kri­tik aber weg­steck­te, weil er ahn­te dass vie­le an­de­re sei­nen text schät­zen wür­den. auch wenn sich der satz gross­ko­tig und nach SEO-op­ti­mie­rung an­hört, könn­te er da­mit durch­aus so­was ähn­li­ches ge­meint ha­ben wie „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“: man soll­te durch­aus mit dem an­spruch schrei­ben vie­le men­schen er­rei­chen zu kön­nen, aber auf den drang ver­zich­ten kön­nen, je­dem ein­zel­nen ge­fal­len zu wol­len.

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