2 hours ago · Schreiben · ausblenden · 0 Kommentare

Die Sitzung hatte nur 43 Minuten gedauert, was K. sehr begrüßte und jedem, der ihn danach fragte, als vorzüglichste Eigenschaft der Literaturgesellschaft anpries, welcher er seit kurzem beigetreten war. Ihr Zweck war die Verbreitung des Werkes des aus Schreiburg stammenden Autors F., jenem zu Lebzeiten praktisch unbekanntem Verfassers von Prosa aus dem Themenkreis „Bureau und Ukulele“, der Anfang des letzten Jahrhunderts mit den beiden Nachlasswerken „Vom Sägen des Köters“ und „Der D-Akkord: Zwei oder drei Finger?“ ins Rampenlicht der Literaturwelt gestoßen wurde. Als K. den Sitzungsraum verließ, entdeckte er eine Wanze am Türrahmen. Nur das zarte Schwingen ihrer Fühler verriet, dass sie noch lebte und nicht als leere Hülle einer der Herbstkälte zum Opfer gefallenen, jämmerlichen Existenz auf den Besen wartete, der sie hinfort kehren mochte. Sie schien ihm zu winken, ihm auf ihre Wanzenart Signale senden zu wollen. Keinesfalls irritiert sah K. den Tier zu, sog jedes seiner Wörter auf,…

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