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in den letz­ten mo­na­ten er­wi­sche ich mich im­mer wie­der da­bei wie ich mir stun­den­lang re­pa­ra­tur- und re­stau­rie­rungs­vi­de­os an­se­he. vor al­lem be­ob­ach­te ich, wie sehr mich das be­frie­digt. das ist nicht neu, vor zehn mo­na­ten hab ich das schon­mal an­ge­merkt. aber heu­te fra­ge ich mich, ob die­se be­frie­di­gung nicht auch ei­nen po­li­ti­schen aspekt hat. in ei­ner welt der en­tro­pie, in der nicht im­mer al­les zu­sam­men­passt oder so funk­tio­niert, wie man sich es vor­stellt oder wünscht, kann re­pa­ra­tur, hei­lung, auf hoch­glanz brin­gen eine ka­thar­ti­sche wir­kung ha­ben. zu se­hen, dass man ka­put­tes, zer­stör­tes, hoff­nungs­los ver­schmutz­tes auch wie­der schön und funk­ti­ons­fä­hig ma­chen kann zeigt, dass ver­fall nicht zwangs­läu­fig ist, dass es bes­ser wer­den kann, dass wir et­was aus­rich­ten kön­nen, dass ver­än­de­rung mög­lich ist. viel­leicht ist schrei­ben, ins in­ter­net schrei­ben, krea­ti­ve wer­ke schaf­fen und re­pa­rie­ren…

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