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Die Welt erlebt einen beispiellosen Geburtensturz. In reichen wie armen Ländern brechen die Kinderzahlen ein, mit unübersehbaren Folgen. Die FAZ berichtet (02.10.2026, Nr. 229, S. 23): Erstmals in ihrer Geschichte unterschreitet die Menschheit in diesem Jahr vermutlich dieses Bestandserhaltungsniveau, rechnen die Ökonomen Fernández-Villaverde und Patrick Norrick vor. Weder Kriege noch Pandemien hatten bislang vermocht, den Anstieg der Weltbevölkerung zu bremsen. Jetzt aber sind Kräfte am Werk, die in fast allen Ländern die Geburtenraten in einer Geschwindigkeit schrumpfen lassen, mit der nur wenige Demographen gerechnet haben. „Demographie ist der meist unterschätzte sozioökonomische Faktor“, sagt Dirk Schumacher, der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW in Frankfurt. „Man merkt das Schrumpfen nicht sofort.“ Reiche Staaten im Westen erleben schon heute, wie die Demographie zuschlägt. In Deutschland sinkt das Arbeitskräftepotential um bis zu eine halbe Million Menschen im Jahr.…

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