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Auf seiner neuen LP „Schatzhauser“ singt Reinhard May: „Ach, wider bessres Zweifeln würd ich doch so gerne glauben, wenn sie mir tröstend sagen, keiner fällt aus Gottes Hand“ (im Lied „Zwei Köfferchen“). Sein Kommentar dazu: Ich bin bekennender Agnostiker, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Aber auch für einen finsteren Heiden ist das eine schöne Vorstellung: Es kann dir gar nichts passieren, du liegst in Gottes Hand. Ich bin evangelisch getauft und konfirmiert, meine Eltern waren keine frommen Leute, aber sie waren sehr gute Bibelkenner. Christliche Ideale, Nächstenliebe, Verzeihen, Barmherzigkeit, das sind für mich hohe Lebensideale. Der 23. Psalm, da kann man sich dran festhalten. Selbst als Agnostiker. Das ist natürlich Romantik. Wenn Gott nicht da ist, dann ist der Psalm 23 nicht mehr als ein autosuggestives Lied. Aber vielleicht erkennt der so hochbegabte Liedermacher ja noch, dass es gute Gründe dafür gibt, den Agnostizismus anzuzweifeln, und das der Gott, der seine Hände…

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