Wir leben in der schlechtesten aller möglichen Welten 0 ▲ Unwissen 1 hour ago · Schreiben · ausblenden · 0 Kommentare Leibnitz hatte in seiner Theodizee festgestellt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Weil Gott vollkommen und gut ist kann er gar nichts unvollkommenes und schlechtes hervorbringen. Soweit so Barock, was mich daran stört ist eigentlich nur, dass diese Position von manchen – Voltaire zum Beispiel – als Optimismus bezeichnet wird. Ein Problem wird dabei sein, dass Optimismus (oder Pessimismus) hier auf das Sein bezogen sind und damit Zeitlos gedacht werden, nach Form der Frage also, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Intuitiv gebraucht man die Unterscheidung von Optimismus und Pessimismus sonst eher auf mögliche zukünftige Zustände bezogen. Die Modalisierung gibt es bei Leibnitz ja durchaus (wir leben in einer aller möglichen Welten), in diesem Satz (der Rest interessiert hier nicht) fehlt aber die Perspektive auf die Zukunft. Die Unterscheidung von Optimismus und Pessimismus wie ich sie machen würde betrifft also eher die Frage, ob es besser oder schlechter wird… Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.