2 hours ago · Kultur · ausblenden · 0 Kommentare

Ein alter Mann wandert auf einen Berg in Sizilien. Er geht entschlossen und hat ein klares Ziel ins Auge gefasst. Doch von dieser Wanderung wird er nie wiederkehren. Der Berg, den er besteigt, ist der Ätna, heute der größte noch aktive Vulkan Europas. Als der Mann oben angekommen ist, stürzt er in den Krater. Dieser Mann war Empedokles. Er wurde etwa im Jahr 490 vor Christus geboren. Bei seinen Mitmenschen hatte er großes Ansehen und dafür gab es gute Gründe. Er half den Menschen als Arzt, beteiligte sich in der Politik, dichtete poetische Texte und war ein geachteter Philosoph. Aus verschiedenen vorherigen Systemen wählte er Gedanken aus, die ihn überzeugten, um sie zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Er war also ein sogenannter „Eklektizist“ („Auswähler“). Sein Ruf wurde so groß, dass er manchen seiner Mitmenschen als Wundertäter galt. Mit den Jahren begann sich sogar ein Gerücht auszubreiten, dass Empedokles nicht nur ein wohltätiger Mensch sei. Die Menschen begannen sich zu…

Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.