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Ein Text darüber, warum Butoh mein Verständnis von Tanz verändert hat und auch mein Gesicht Als ich als Kind in der Rhytmischen Sportgymnastik war, habe ich gelernt, dass die Knie im Stand immer ganz durchgedrückt bleiben müssen. Nur das Handgelenk, das das Band führt, soll geschmeidig bleiben. Der Zeigefinger liegt immer auf dem Stab. Der Blick folgt immer dem Ball, wenn er in die Luft geworfen wird (Finger strecken – Zehenspitzen – denk an deine Knie! – Arm abspreizen). Gesprochen wurde nicht im Wettkampf. Kein Mucks. Zum Abschluss noch ein großes Lächeln für die Jury. Lange dachte ich, beim Tanz ginge es um Anmut, Eleganz und Grazie. Die Bewegung exakt im Takt der Musik, alle Gliedmaßen kontrolliert und sportlich, der Gesichtsausdruck entweder neutral oder ein geheimnisvolles Lächeln – ohne die Zähne zu zeigen, versteht sich. Anfängerfehler. Im Butoh darf ich das alles verlernen. Butoh ist der Tanz der Finsternis. Reiner Ausdruck, ohne Musik. Getanzt wird ein inneres Bild, dass…

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