1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Währenddessen verbringe ich viel Zeit mit Wohnen und Einrichten. Da ich nach dem Auszug von Sohn I umgehend sein Zimmer requiriert hatte, steht mir nach einer Ewigkeit an Jahren, nein, nach mehreren Jahrzehnten, wieder ein eigenes Zimmer zur Verfügung, a room of one’s own, wie es in der Weltliteratur heißt. Das führt zum einen zu der etwas überraschenden und sich erstaunlich schnell einstellenden Frage, wie ich es denn bloß so lange habe aushalten können? Ohne einen eigenen, also wirklich ganz und gar eigenen Rückzugsraum zu haben. Denn, wie ich jetzt kraft spontaner Erleuchtung hinter verschlossener Tür weiß: Das geht doch gar nicht. Das kann man doch gar nicht aushalten, so etwas nicht zu haben. Also doch, man kann natürlich schon, man kann immerhin sehr vieles, aber zu welchem Preis bitte. Ein eigener Raum also. Mein eigenes Bett, mein eigener Schreibtisch, meine Bücher, meine Deko, meine Lampen. Dies ist meine Mütze, dies ist mein Mantel, es wird sicher einige an den…

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