1 hour ago · 9 Min. Lesezeit1718 Wörter · Kultur · ausblenden · 0 Kommentare

Ich war mal wieder auf dem Kommunikationskongress in Berlin und habe einige Vorträge gehört. Notizen und Gedanken dazu (nebst Anmerkungen zum Thema Joggen in Berlin) … *** Der Anfang ist gleich mal schwierig. Das Licht wird gedimmt und eine Geigerin mit einem neonpink beleuchteten Instrument hüpft durch die Reihen des Publikums, aus den Lautsprechern brüllen einen die Töne an. Vermutlich ein Weckruf fürs noch müde Publikum im Kuppelsaal in Berlin. Dann aber gibt sie auf der Bühne noch eine Variante von Vivaldis Vier Jahreszeiten zum Besten, die in eine Art Geigen-Pop verwandelt wurden, der so schrecklich laut, simpel und nervig ist, dass man sich die Komplexität und Raffinesse von Rondo Veneziano zurückwünscht. Spätestens wenn das Publikum bei dieser Vivaldi-Beleidigung beginnt rhythmisch mitzuklatschen wie beim ZDF-Fernsehgarten, werden meine Fluchtreflexe übermächtig. Aber dann ist es zum Glück vorbei und das Programm des Kongresses beginnt. *** Als Keynote-Speakerin wurde Evelyn…

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