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Theresa Schouwink hat mit Maria-Sibylla Lotter über Ihr Buch Opfer: Über Verwundbarkeit als Selbstbild (#ad) gesprochen. Maria-Sibylla Lotter beschreibt und kritisiert darin das neue Verständnis psychischer Verletzlichkeit und verbaler Gewalt. Hier ein Auszug: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass sich die Begriffe für Verletzbarkeit und Gewalt in den letzten Jahren stark ausgedehnt haben. Das betrifft auch den Begriff des Traumas. Wie hat sich dieser Begriff verändert? Der Traumabegriff kam in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf, als man beobachtete, dass etwa nach Eisenbahnunglücken einige Betroffene Symptome aufwiesen wie Flashbacks und Schlaflosigkeit. Damals nannte man das „traumatische Neurose“ und entwickelte die Vorstellung, dass es bestimmte Persönlichkeiten gibt, die dafür anfällig sind. In den 1970er Jahren suchten Psychiater nach einer Möglichkeit, den psychisch und sozial belasteten Vietnam-Veteranen auf der Grundlage einer psychiatrischen Diagnose eine Anerkennung…

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