1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Meine Mutter macht eine kleine Krankenhaustournee der ungeplanten Art. Ich versuche mitzubekommen, wann sie wo ist, was sie dort braucht oder was sie brauchen könnte. Telefonate in Gewölben und Klinikabgründen, in denen es hinter sehr viel Beton kaum Empfang gibt. Nur etwa jedes dritte Wort kommt durch, ich sortiere kaum verständlichen Halbsatzsalat. Ich gehe zu ihrer Wohnung, in den Supermarkt, in die Apotheke und in die Klinik. Ich trage Zeug von A nach B. Danach mache ich das noch einmal, denn sie hat dies und das vergessen. Was man auch verstehen kann, wenn man gerade in einer so hyperkomplexen, schwer verständlichen Einrichtung wie etwa einem riesigen Krankenhaus gelandet ist. Zwischendurch kommen ihr dort die Wertsachen abhanden, der Wohnungsschlüssel auch. Damit beschäftige ich mich dann ebenfalls, lasse Karten sperren etc. Bis die Sachen am Abend überraschend in einem Schrank wieder auftauchen. In einem Schrank, den sie allerdings nicht geöffnet haben kann. Man steht in der…

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