2 hours ago · 6 Min. Lesezeit1160 Wörter · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Auf meiner nachmittäglichen Spaziergangrunde wende ich seit einiger Zeit immer am Rathaus. Genauer gesagt wende ich dort, indem ich durch den Innenhof gehe, dann auf der anderen Seite zurück. Durch diesen Neorenaissance-Hof mit dem so attraktiven Hygieia-Brunnen also. Gestiftet vom Senat nach der vorerst letzten großen Cholera-Epidemie in der Stadt. Mehr Italien-Feeling geht kaum, abgesehen vom Anblick der Alster-Arkaden unter blauem Himmel vielleicht. Es hat ein wenig Florenz-Charme, sich im großen Hof umzusehen und etwas zu verweilen. Aber es ist auch dann charmant und immer wieder beeindruckend, wenn man nur kurz hindurchgeht. Ich gehe oft nicht nur hindurch, ich sehe mich auch um. Ich höre den Touristen ein wenig zu, ich rate Sprachen und Herkünfte und versuche, auf Merkmale zu achten. Und ich mache vielleicht auch einmal ein Foto. Was aber hier etwas peinlich ist, weil doch alle Touristen dort Fotos machen und man dann aussieht, als sei man auch so einer, was in der eigenen Stadt…

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