1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Ich denke manchmal an meine Zeit in Frankreich zurück, wie seltsam es war, die Landessprache in diesem sehr anderen Land nicht perfekt zu sprechen. Denn auch wenn ich heute noch jeden Tag Französisch spreche: Das ist weit von perfekt und war damals am Anfang auf einem absolut minimalen Niveau. Das fühlte sich immer komisch an und führte auch zu merkwürdigen Situationen. Der Mittagstisch zuerst. Wir Doktoranden sind immer wieder mit den Professoren in das etwas bessere Bistro gegangen, statt dem Resto-U, der etwas eintönigen Mensa. Da waren dann zwei mittelalte Professoren, die immer sehr ausgiebig und viel redeten. Aber schnell und in einem (Pariser?) Dialekt. Ich konnte damals schon manchmal anderen Gesprächen folgen, nicht so dort, bis zum Ende habe ich nie auch nur ansatzweise ihre Themen nachverfolgen können. Entsprechend beteiligte ich mich am Tischgespräch nicht und war – ungeplant und ungewohnterweise – oft rein passiv mit dabei. Ich musste also eine gewisse Rolle einnehmen.…

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