Am Trabocco 0 ▲ Zollkiesel statt Meilensteine 1 day ago · 6 Min. Lesezeit1220 Wörter · Leben · ausblenden · 0 Kommentare Am Trabocco Was dir neben dem Holzgestell zuerst auffällt, sind die vielen Seile. Wie die Fäden eines übergroßen Spinnennetzes laufen sie als feine, scharf abgegrenzte Striche durch das Stahlblau des Himmels der Abruzzen. Erst danach fällt dein Blick auf die Holzkonstruktion selbst. Nahezu zwei Dutzend Pfähle tragen die Plattform, von der sich lange Ausleger in Richtung Adria strecken, gehalten von einem Teil der Seile. Darunter flache Netze,die knapp über dem Wasser schweben, das sich mit seinen Blautönen einen Wettkampf mit dem Himmel liefert. Das Ganze sieht aus wie eine riesige Meeresspinne, die auf die Uferfelsen geklettert ist, um hier auf Beute zu lauern. Und genau das ist auch der Zweck dieses Bauwerks. Es ist ein Trabocco (oder Trabucco, je nach regionalem Dialekt), ein Pfahlbau zum Fischfang mit großen, rechteckigen Senknetzen. Diese werden mit einem anderen Teil der Seile horizontal abgesenkt und dann wird auf vorbeiziehende Fischschwärme gewartet. Eine ruhige Art des… Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.