180 days ago · Politik · ausblenden · 0 Kommentare

Wir waren im Deutschen Theater Göttingen. Es hieß es wieder: dt.X Gäste. Von den drei Veranstaltungen, war das am Dienstag, 14 April, für mich die zweite. Diesmal war Harald Welzer zu Gast und hat über Demokratie, Öffentlichkeit, Erinnerungskultur und diese "dritte Orte" gesprochen. Was mir von diesem Abend besonders hängen geblieben ist: Wie wichtig es ist, endlich nicht immer nur schwarz zu malen. Statt ständig auf Zerfall, Wut und die lautesten Ränder zu schauen, zu hören und sich daran auszurichten, lohnt sich der Blick auf die große Mehrheit der Menschen, die dieses Land ganz selbstverständlich tragen. Welzers Punkt war im Kern ziemlich einfach und gerade deshalb einfach stark: 80 Prozent der Gesellschaft wollen diesen Laden hier, also unsere Gesellschaft, nicht zerstören, sondern am Laufen halten. Sie wählen demokratisch, sie helfen einander, sie engagieren sich, sie benehmen sich im Alltag vernünftig. Nur kommen diese 80 Prozent in der großen öffentlichen Erzählung viel zu…

Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.