5 hours ago · Schreiben · ausblenden · 0 Kommentare

Aus einer Flaschenpost: …liege ich flach auf dem Boden, kann ich sie in tausend Stimmen und Sprachen singen hören. Ich verstehe jede einzelne. Aber das ist nicht kompliziert. Dadurch, dass in jedem meiner Zimmer verschiedene Zeitzonen herrschen, kreiselt der Gesang reihum wie ein Tag aus Musik. Mal schlafen die einen, mal singen die anderen. Wie eine Sonne aus Tönen ziehen die Lieder ihre Bahn. Nur im Schlafzimmer, unter dem großen Schrank, da wird nie gesungen. Bloß befürchtet. Debattiert. Manchmal höre ich dann die Wörter „Jetstream“ oder „Untergang“, worauf ich mir keinen Reim zu machen verstehe. Seit uns die Hitze des Sommers verbietet, die Fenster zu schließen, schleichen die grauen Knäuel aus Staub und Katzenhaaren anders als gewohnt durch diesen Raum. Ich kann sie fangen. Auch die Katzen meiden den Schrank. Ich frage mich, wie Deine Wärme wohl klingen mag. –K. (Autor: Hulot)

Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.