1 hour ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Inspiriert durch Horst Schultes und Wortvogels Retrospektive fühle ich mich herausgefordert, auch etwas über die Jungend meiner Generation zu erzählen. Wobei meine Kindheit und Jugend auch schon länger zurückliegt und ich manchmal nicht sicher bin, ob mich meine Erinnerung trügt oder etwas herbeiphantasiert. Prägende Erinnerung in einer Kindheit war die Zeitlosigkeit, zumindest nach der Schule. Die Generation X waren die »Schlüsselkinder«. Die Eltern waren meist beide berufstätig. Wenn wir mittags von der Schule kamen, gab’s entweder im Kühlschrank beherbergtes Vorgekochtes oder eine Schüssel Haferflocken. Nachmittags war die große Freiheit angesagt. Einzige Bedingung: Die Schulkleidung mussten gegen Freizeitkleidung getauscht werden und wenn es dunkel wurde, ging’s nach Hause. Ansonsten gehörte der Rest des Tages uns, zeitlos ohne Aufsicht und immer auf der Suche nach Abenteuern. Meist zu Fuß in einer Horde durchstreiften wir die Gegend, die Wälder und – immer hungrig – auch die…

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