Zwei Stunden Louis-Theroux-Fanboying 0 ▲ Feuilleton & Firlefanz 1 hour ago · Kultur · ausblenden · 0 Kommentare Andrew Callaghan spricht mehr als zwei Stunden lang mit Louis Theroux über dessen Arbeit. Callaghan hat noch nie ein Geheimnis darum gemacht, dass Theroux einen großen Einfluss auf seine journalistische Arbeit hatte und hat.Nun bin ich niemand, der Callaghans Arbeit als gangbar für einen „neuen“ Journalistmus hält. Denn im Gegensatz zu Theroux gelingt es ihm meiner Meinung nach nur extrem selten, den absurden Quatsch, den viele seiner Protagonist:innen von sich geben, einzuhegen. Beide pflegen den Ansatz, ihre Gesprächspartner:innen viel reden und sich selbst in eine Sackgasse manövrieren zu lassen.Doch während Theroux dann eben oft genau dann, wenn sich sein Gegenüber (zu) sicher fühlt, mit einer präzise gesetzten Frage Ideologien, Propaganda und Verschwörungsmythen entlarvt. Callaghan fehlt genau diese eine Frage oft. Sein Konzept setzt bisher zu sehr auf sogenannte Selbstentzauberung. Und wie gut dieses Konzept aufgeht, sehen wir in den USA wie auch hier in Deutschland. Callaghans… Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.