1 hour ago · Kultur · ausblenden · 0 Kommentare

Der US-Ökonom Mancur Olson beschrieb das Problem bereits 1965 in seiner „Logik kollektiven Handelns“. Ein ähnliches Gedankenexperiment findet sich in der Spieltheorie unter dem Namen Gefangenendilemma. Man kann sich Social-Media-Nutzerinnen wie zwei Tatbeteiligte vorstellen, die nach einem gemeinsam begangenen Delikt getrennt voneinander verhört werden. Bleiben beide bei ihrem Schweigen, kommen sie mit einer milden Strafe davon. Legt hingegen nur einer ein Geständnis ab, geht er als Kronzeuge straffrei aus, während der andere die volle Härte des Urteils trägt. Da jeder fürchten muss, vom anderen ausgeliefert zu werden, entscheiden sich am Ende beide fürs Gestehen – obwohl gemeinsames Schweigen für beide die bessere Option gewesen wäre. Das Gedankenexperiment zeigt damit ein Muster, bei dem kollektives Handeln zwar für alle vorteilhaft wäre, gegenseitiges Misstrauen dies jedoch verhindert. Was hat das jetzt mit der Nutzung von den großen Social Media Plattformen zu tun? Viel. Wir…

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