kurzfristig 0 ▲ christof zachl 15 hours ago · Kultur · ausblenden · 0 Kommentare im kapitalismus scheint es kein langfristig zu geben. alles muss sofort wirken: quartalszahlen, jahresbilanzen, break-even innerhalb weniger jahre. was sich nicht in absehbarer zeit "auszahlt", findet keine investoren. egal ob wie sinnvoll oder nicht. das ist kein zufall, sondern folgt aus der logik des systems selbst. ulrike herrmann zeigt in "das ende des kapitalismus", warum: kapitalismus ist auf stetiges wachstum angewiesen, um stabil zu bleiben – ohne expansion bricht er zusammen. genau deshalb kann er sich lange investitionszyklen ohne baldige rendite kaum leisten; der kurze zeithorizont ist keine schlechte gewohnheit, sondern strukturzwang. grünes wachstum, so herrmann, ist dabei eine illusion: ökostrom allein reicht nicht aus, um eine wachsende weltwirtschaft anzutreiben, effizienzgewinne werden durch rebound-effekte wieder aufgefressen. ihr schluss: die industrieländer müssen "grün schrumpfen", nach dem vorbild der britischen kriegswirtschaft ab 1939. kohei saito geht in… Noch keine Kommentare. Anmelden um im Fediverse zu antworten. Kommentare erscheinen hier.