3 hours ago · Kunst · ausblenden · 0 Kommentare

Vor einiger Zeit war meine Mutter zum Essen bei mir. Ich habe gekocht und als das Essen fertig war, fing sie an, den Tisch zu decken. Sie machte meine Besteckschublade auf und fragte mich mit der selbstverständlichsten Selbstverständlichkeit: „Mit welcher Gabel möchtest du essen?“. Ich habe sie wohl gut erzogen. Besteck scheint in der Neurodiversitätsbubble ein Ding zu sein. Ich weiß nicht wieso. Vielleicht, weil es sich richtig anfühlen muss? Und weil sich Besteck auch tatsächlich falsch anfühlen kann? Oder ist es die Routine, dass DIESER Löffel IMMER der Kaffeelöffel ist? Ich habe keine Ahnung, aber ich fühle das Problem. Der große Löffel, bei dem der Griff etwas zu stark gebogen ist? Bitte, wie falsch kann sich etwas anfühlen? Der kleine Löffel mit der weniger scharfen Kante für eine Kiwi, sodass einem dann alles an der Hand herunterläuft? Nicht mit mir! Salat? Die Gabel mit den besonders spitzen Zacken. Schweres Besteck? Unangenehm. Sehr dünne Griffe? Ürghs. Manchmal variiert es…

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