1 hour ago · Politik · ausblenden · 0 Kommentare

Wenn der Frust in den politischen Reihen das erträgliche Maß übersteigt, greifen Mandatsträger gerne zum bewährten Instrument der anonymen Medien-Durchstecherei. Vorzugsweise geschieht dies bei geplanten Gesetzen, um Vorhaben entweder komplett zu torpedieren oder schlicht das gesellschaftliche Echo zu testen. Wenn sich Mitglieder einer Regierungspartei an den SPIEGEL wenden, um deutliche Kritik am Bundeskanzler durchzustechen, dann muss schon mächtig was im Argen sein. Wenn Mitglieder der eigenen Regierungspartei brisante Interna an den SPIEGEL durchstechen, brennt die Hütte. Laut aktuellen Insiderberichten gehen die eigenen Leute inzwischen so weit, den Kanzler bei essenziellen Entscheidungen schlichtweg zu umgehen. Die Autorität von Merz ist angekratzt, keine Frage. Zu oft ist er mit leeren Versprechen lauthals vorgeprescht, um dann kleinlaut zurück zu rudern. Dahinter steckt ein klassisches Phänomen der politischen Elite – der schleichende Verlust der Bodenhaftung durch chronische…

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