2 hours ago · Leben · ausblenden · 0 Kommentare

Im Urlaub bin ich immer derjenige, der Brötchen holt. Ich bin zeitig wach und gerne alleine in mir fremden, erwachenden Orten unterwegs. Zu einem authentischen Urlaub gehören für mich außerdem authentische Brötchen vom örtlichen Bäcker. Wegen diesem Spleen muss ich in diesem Urlaub aller zwei Tage zwanzig Minuten zum einzigen Bäcker laufen, der nicht zu einer Kette gehört und dann wieder zwanzig Minuten zurück. Bei dem Bäcker treffen sich Einheimische zu Klönsnack und Zeitungslektüre bei einer Tasse Kaffee. Auf dem Tresen liegt eine „Bild“, die er mit den Worten: »De Zeitung packen wi mal fix weg. Dat eenzige, wat do stimmt, is dat Datum.« beiseite packt. Ich bin spät dran, es gibt nur noch Reste, ich trete dennoch mit einem vollen Beutel den Rückweg an. Die Brötchen sind sehr gut, weil eigenständig und authentisch. Auf dem Rückweg komme ich wieder an der Villa vorbei, vor der eine Figur steht, die mich vor zwei Tagen an Nietzsche erinnert hat. Ist aber nicht Nietzsche, stelle ich…

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