3 hours ago · Leben · 0 Kommentare

Der Mann vor mir an der Kasse ist jünger als ich, deutlich muskulöser auch. Einen Jogginganzug trägt er, und überhaupt hat er eine deutlich wahrnehmbare, freundlich wirkende Sport-Coach-Ausstrahlung. So ein Typ, der bereitstehen sollte, wenn man etwa in einer Turnhalle auf einen Kasten zuläuft, über den man laut Lehrplan zu grätschen hat. Wenn ich kurz an für manche traumatische Erlebnisse erinnern darf. Er kauft erheblich mehr ein als ich, dieser Typ. Unmengen kauft der. Und ohne eine sherlockhafte Attitüde ausleben zu wollen, schon anhand dieser Einkäufe kann man ableiten, dass er vermutlich für eine Gruppe einkauft. Eine Wohngruppe, womöglich. Diese Kombination aus dermaßen vielen Packungen Fertigtortellini, Kochschinken der Hausmarke und Sahne, dazu diese Stapel von Spaghettipackungen und Fertigtomatensoße. Ich kenne andere Kunden in diesem Discounter flüchtig, die ähnlich einkaufen, und ich weiß, dass sie soziale Arbeit verrichten, dass sie tatsächlich Betreuer sind. Ich weiß…

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