6 hours ago · 7 Min. Lesezeit1354 Wörter · Schreiben · 0 Kommentare

Auf einer schlechten Ausstellung bei fast genauso schlechtem Mitt-Juni Wetter, eine erfrischende Regenperiode inmitten der Hitzewellen, erschienen mir die lieblos platzierten Objekte, oberflächliche, behelfsmäßig eingefangene und skizzierte Abbilder von einem wie-Kunst-nun-mal-aussehen-soll als weiteres Indiz, dass wir in ferner Zukunft genauso gut auf Materie und all ihre Abhängigkeiten verzichten können. Eine riesengroße Unsicherheit machte sich im Raum breit, ob Materie noch fähig sei, all die bedeutungsschweren Gedanken und Depressionen unserer Zeit verdaulich und konsumierbar zu vermitteln. Das Ergebnis ist ein Abgesang, ein stilles, zitterndes Gedenken durch übrig gebliebene Deko-Artikel im Souvenir Shop, Nachbildungen und Material Fakes, denn wir wissen ja, wie die Dinge aussahen, wie sie sich angefühlt haben, der Reiz mit dem Daumen über eine Miniatur aus porösem Irgendetwas zu streichen ist vollkommend ausreichend. Es ist die Zeit angebrochen, in der wir nostalgisch dem…

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