Als ich Lawrence von Arabien zum ersten Mal sah (vielleicht ein »ZDF-Wunschfilm« oder so etwas), war ich noch zu klein, um den Film zu verstehen. Aber diese Bilder. Die Musik. Dauds Tod im Treibsand. Der entgleiste Zug. Und natürlich der Suezkanal, dieses Schiff mitten in der Wüste. Mir war klar, auf dem Fernsehschirm läuft etwas Großes. Ich weiß nicht, wie oft ich den Film seitdem gesehen habe. Viele Dialoge kann ich jedenfalls mitsprechen. Gestern bot sich die Gelegenheit, ihn im Kino anzuschauen. Der Film gehört ins Kino. Mit der Ouvertüre auf schwarzer Leinwand. Es war die lange Version. Knapp vier Stunden mit Al ’awrence. Ein paar Gedanken: Wie gut sich der Film gehalten hat. Man hat nie das Gefühl, etwas Antiquiertes zu sehen. Auch das eigenartige Overacting Peter O’Tooles ist dann doch genau richtig. Dass das Kino voll war. Im Publikum viele jüngere Leute. Das hat mich überrascht. Alle hielten durch. Nur einmal hörte ich jemanden leise schnarchen. Wie seltsam das sein muss, vor…
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