Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt. Zitat: Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands Inversion: Gay Life After the Homosexual. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren weitaus beängstigendere Krise: eine Krise der Langeweile. Einst waren schwule Männer von ihrer gesellschaftlichen Rolle als Tabubrecher und Abweichler am Rande der feinen Gesellschaft überzeugt; heute haben sie sich das Recht erkämpft, Normalität zu verkörpern. Sie sind die Nutznießer unbegrenzter politischer Privilegien, kultureller Anbiederung und medizinischer Technologien, die darauf ausgelegt sind, sie vor sich selbst zu bewahren. Gleichzeitig finden sie sich in einem neuen Kastensystem sexueller Abweichung wieder, in dem von ihnen erwartet wird, sich gegenüber Identitätsgruppen unterzuordnen, die auf der…
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