Ich schleiche durch die unerträglich heiße Wohnung und probiere kühlende Maßnahmen aus, teils gegen besseres Wissen. Das ist dennoch okay, finde ich, denn der Mensch möchte nun einmal etwas tun. Selbstwirksamkeit und so, da landet man schnell bei dem nicht eben tiefsinnigen Gedanken: Hauptsache, du machst irgendetwas. Wer aufgibt, der ist schon tot – man hört sich selbst beim Denken zu, schüttelt vielleicht kurz den Kopf und macht dann, wie immer, alles dennoch. Ich trage also beispielsweise den großen und lange nicht gebrauchten Standventilator, er ist etwa so hoch wie ein Grundschulkind, aus der Abstellkammer in das Wohnzimmer. Ich stelle ihn in die Mitte des Raumes, schalte ihn ein und warte auf den ersten, äußerst angenehmen Luftzug. Dann wandere ich weiter ruhelos durch die Wohnung, in der ich an diesem Wochenende allein bin. Das ist auch gut so, denn andere Menschen strahlen bekanntlich Wärme und weitere Belästigungen ab. Ich probiere in verschiedenen Räumen dies und das.…
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