Ein kurzer politischer Kommentar Der Spitzenkandidat der SPD für die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann, hat offensichtlich ein Perspektiven-Problem, das wohl tief im antisozialen neoliberalen Fundament seiner Partei seit Schröder/Clement u.a. verankert ist (und auch heute noch von der Parteiführung präferiert wird). Dass es eine »hart arbeitende Mittelschicht«1) gibt in ausdrücklicher Abgrenzung zu »Beziehern staatlicher Leistungen«, um die sich die SPD angeblich nicht gekümmert hat, ist ziemlich vielsagend für die charakteristische Perspektive, aus der heraus Willingmann unsere Gesellschaft betrachtet. Es fällt schon auf den ersten Blick auf, dass Willingmann eine – vermutlich nicht ausreichend hart arbeitende? – Unterschicht aus Arbeitern, einfachen Handwerkern, Angestellten und Beschäftigten, geringfügig Beschäftigten, vielleicht noch einfachen Landwirten gar nicht einbezieht, obwohl gerade die in einst glorreicher SPD-Vergangenheit die wesentlich von der…
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