Ich mag gutes Essen und ich weiß nicht genau, woher das kommt. Im Elternhaus wurde immer solide, manchmal auch gut gekocht, was immer sich auch aus den limitierten Zutaten innerhalb der DDR zaubern ließ. Laut Aussage meiner Eltern und als Kontrast zu meinem älteren Bruder war ich wohl immer “ein guter Esser” und das hat sich bis heute nicht geändert. Wofür ich meinen Eltern sehr dankbar bin: Glücklicherweise fanden beide nach dem Fall der Mauer schnell neue Berufe und dies ermöglichte Urlaube in den europäischen Nachbarländern. Die erste Fahrt ging mit einem Zwischenstopp in Südtirol weiter ins südliche Italien. Da muss ich 11 oder 12 gewesen sein und das hat solch einen Eindruck hinterlassen, dass ich bis heute kulinarisch davon geprägt bin. Italienisches Essen geht immer. Als ich später auszog, rückten Speis und Trank in den Hintergrund. Ich ernährte mich primär von schlechtem fertigen Essen und Getränken aus 1,5-Literflaschen oder Tetrapaks. Das war nicht ganz freiwillig, aber in…
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