Es ist einfach für uns Europäer, sich Nordkorea anzuschauen und sofort eine Meinung über die Bevölkerung zu bilden. Demick dagegen hat mit Überläufern gesprochen, die erst nach ihrer Flucht realisierten wie falsch so ziemlich alles in dem nach wie vor stalinistisch geprägten und komplett abgeschotteten Land ist. Die selbst nachdem sie sich ein zweites Leben in Südkorea oder China aufgebaut haben noch nicht ganz mit ihren bisherigen Glaubenssätzen brechen können, die gar überlegen wieder zurückzukehren und die stets hoffen, dass das nordkoreanische Regime kollabiert und Familien nach Jahrzehnten endlich wieder zusammenkommen können. Ich bin halt so ein Europäer, der wenig über Nordkorea weiß. Umso interessanter fand ich die Ausführungen von Demick, beispielsweise über den Schmuggel mit China, der einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Lage beitrug, gleichzeitig aber auch völlig deprimierend, wie das ganze System aufgebaut ist und Menschen schon von Geburt an durch passive…
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