1 hour ago · Kultur · 0 Kommentare

Schon 1935 schrieb T.S. Elliot in „Religion und Literatur“ (Essays 1, Suhrkamp, 1988, S. 145–146): Ich bin überzeugt, daß wir uns leider nie ganz klarmachen, wie weitgehend und zugleich wie vernunftwidrig wir unsere literarischen und religiösen Urteile trennen. Wenn es eine absolute Trennung tatsächlich geben könnte, würde das vielleicht nichts ausmachen; aber die beiden Bereiche sind nicht vollständig auseinanderzuhalten und werden es nie sein. Wenn wir als Beispiel für die Literatur den Roman setzen – denn er ist die Form, die die größte Zahl von Lesern anspricht – können wir die fortschreitende Säkularisierung der Dichtung zum mindesten während der letzten dreihundert Jahre verfolgen. Bunyan und bis zu einem gewissen Grad auch Defoe hatten moralische Ziele, der erstere ist dabei über jeden Verdacht erhaben, bei dem zweiten könnte man einigen Zweifel hegen. Aber seit Defoe ist die Säkularisation des Romans unaufhörlich fortgeschritten. Die Entwicklung hat sich in drei Hauptphasen…

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